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Diggin`the Crates im James T. Hunt

Retro-Style trifft abstrakte Kunst in der American Bar

Man nehme die Räume des ehemaligen Antiquariats Maxvorstadt, Teile der originalen und über... mehr
Man nehme die Räume des ehemaligen Antiquariats Maxvorstadt, Teile der originalen und über hundert Jahre alten weißen Holzvertäfelung aus dem Wiener Gründerzeit-Hotel Britannia. Dazu eine mächtige, aus Zinn gegossene Bar - eine Spezialanfertigung aus Frankreich - und ein überdimensionales sieben Meter breites Chesterfield-Sofa. Ein paar Designer-Leuchten und abstrakte Ölkreidekunst an den Wänden – und fertig ist eine Bar mit einem ganz außergewöhnlichen Ambiente in der Schellingstraße 32.

Im kürzlich eröffneten James T. Hunt würde es einen nicht einmal wundern, wenn sich zum szenigen Münchner Ausgehpublikum auch noch Gäste wie der Great Gatsby oder Bonnie & Clyde gesellen würden – so retro und zugleich modern ist die Mischung aus Alt & Neu, aus Historischem & Künstlerischem gelungen. In eine bestimmte Zeit einordnen wollen die Betreiber Niels Jäger, Sascha Arnold und Steffen Werner ihren jüngsten Neuzugang nicht. Denn auch die Musik im Laden variiert – je nach Laune der Gäste. Hier kann jeder nach der in Amerika bekannten „digg the crates“-Methode in alten Vintage-Vinyl-Scheiben schwelgen und Swing aus den 1940ern, Jazz, Soul oder Elektro auflegen. „Crates“ sind übrigens alte Plastikbehälter, ursprünglich zum Transport für Milchtüten gedacht und heute begehrte Sammelboxen für Schallplattenfans. Die Musik der Seventies hätte wohl der Namensgeber James T. Hunt besonders gemocht. Und auch die Drinks hätten dem wegen seiner Alkohol-Eskapaden berühmt-berüchtigten Formel 1-Rennfahrer gefallen: Vom Karwendel Hell bis zum Munich Mule, einem Gin-Drink mit frischen Gurkenscheiben, und weiteren Cocktails. Für den kleinen Hunger gibt es hausgemachte Speisen.

Danach oder schon währenddessen darf der Gast schwelgen im Ambiente dieses wunderbaren Orts: An den alten Holzwänden im Shabby-Style flackert Kerzenlicht und die dynamischen, überall an Decke und Wände verteilten weißen Ölkreidestriche auf grau-schwarzem Grund bilden dazu einen abstrakten, modernen Gegenpol. Die Kunst im Raum hat der Berliner Künstler Uli Hackl ersonnen, der zusammen mit Steffen Werner an der Kunstakademie studierte. Und da Arnold im Hauptberuf Architekt ist, war es naheliegend, zusammen mit seinem Partner Steffen Werner das außergewöhnliche Innen-Konzept in ihrer nach der edmoses Bar und dem Bob Beaman Music Club bereits dritten selbstgeführten Münchner Location zu entwerfen.

Auf das James T. Hunt sind die beiden besonders stolz: „Für uns wurde mit unserer neuinterpretierten American Bar ein Traum wahr“, sagen sie. Ganz besonders ist auch das Licht in der Bar – eine Mischung aus Kerzenschein und „Filament-Glühlampen“, die ein geheimnisvolles, warmes Licht in die Bar zaubern – zu beziehen über den Mailänder Designer Dante. Wer ganz unter sich bleiben will, kann sich in den „Jochen Rind-Salon“ auf der Rückseite der Bar zurückziehen. Auch hier trifft retro neu – die geschwungene, mit schwarzem Linoleum beschichtete Eichenholzbank harmoniert mit der Spiegelwand im Jugendstil und eignet sich perfekt für private Gespräche und kleine Festivitäten.

www. jameshuntbar.com
www.arnoldwerner.com
Architekten Arnold/Werner www.arnoldwerner.com Fotos Arnold/Werner mehr

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Arnold/Werner
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