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Design für Familien

Die Jugendherberge Nürnberg präsentiert sich nach Renovierung runderneuert

Jugendherbergen sind heutzutage nicht mehr nur preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten, sondern... mehr
Jugendherbergen sind heutzutage nicht mehr nur preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten, sondern moderne und architektonisch anspruchsvolle Unterkünfte: Das zeigt die Jugendherberge Nürnberg, die 2013 nach zweijähriger Sanierung und Modernisierung wiedereröffnet wurde.

Das Münchner Büro Franchi und Dannenberg Architektur und Design und die Fritsch + Knodt & Klug ArchitektInnen standen erst einmal vor keiner leichten Aufgabe: Die Jugendherberge in der alten Kaiserstallung der Burg zu sanieren, zu modernisieren, innenarchitektonisch zu gestalten und dabei dem Denkmalschutz gerecht zu werden. Was ihnen gelungen ist – denn Alt neben Neu ergänzt sich in dem 1494/95 als „Kornhaus auf der Veste“ erbauten Gebäude über 500 Jahre später auf stimmige Art und Weise.

Gestalterische Grundidee war es, die denkmalgeschützte Bausubstanz aus der Wiederaufbauphase von 1953 zu restaurieren und herauszuarbeiten. Außerdem sollte den vorhandenen Oberflächen wie Ziegel, Sandstein, gestrichener Beton, Holz und Putzflächen wieder Ausdruck verliehen werden. Diese Gestaltung befindet sich hauptsächlich in den „historischen“ Geschossen vom Erdgeschoss bis ins vierte Obergeschoss. Eine frische und bunte Farbgestaltung mit Wandgrafiken und einer eigenständigen Innenarchitektur wurde dagegen in den weiter oben liegenden Bereichen umgesetzt: Hier ergänzen eigenständige Materialien selbstbewusst und unaufdringlich den Bestand, darunter Oberflächen aus sandfarbenen Eternitplatten, anthrazitfarbenes Kunstleder bei Polstern und Eichenholz als neue Oberflächen.
Die Betten in den Zimmern wurden als Einbaumöbel entwickelt, die mit ihrer rot-weißen Farbgebung ein eigenständiges Element bilden. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Lichtplanung, die die Gebäudestruktur geschickt betont und die Atmosphäre der historischen Burgstallung untermalt.

Mit der Renovierung des Baudenkmals Kaiserstallung zeigt das Deutsche Jugendherbergswerk einmal mehr den deutlichen Imagewandel. Etagen-WCs und Etagen-Duschen wurden verbannt, der Schallschutz verbessert. In der neuen Jugendherberge ist nun jedes Zimmer mit Dusche und WC ausgestattet, die gesamte Haus- und Energietechnik wurde erneuert und Barrierefreiheit in fast allen Bereichen geschaffen. Alles unter dem Aspekt, modernes Design und Burg-Charme zu vereinen, aber dennoch die Wurzeln nicht außer Acht zu lassen: So wurde etwa eine mittelalterliche Sandsteintreppe freigelegt und in das neue Treppenhaus integriert. Nur eines hat sich in Nürnberg nicht verändert - der Jugendherbergs-Gedanke: Ein Ort für Gemeinschaft und Kommunikation, Internationalität und Austausch von Kulturen zu sein und Familien, Zeit und Raum für Erholung zu bieten.

www.franchi-dannenberg.com
www.fritsch-knodt-klug.de
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