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Das Windmühlenhaus

Großzügiges Privathaus für eine Großfamilie

Für ihr neues Haus in München bekamen Stephan Maria Lang und sein Team bereits diverse Preise –... mehr

Für ihr neues Haus in München bekamen Stephan Maria Lang und sein Team bereits diverse Preise – den „Design Award 2018 in Silber“ sowie einen der zehn Preise, die der BSW (Bundesverband Schwimmbad und Wellness) jährlich vergibt. Haus LO19 wurde 2018 fertiggestellt und ist – wie alle Häuser Langs – ein Ensemble aus Haus, Garten und Interieur, worauf der Architekt auch großen Wert legt. Er versteht sich nicht nur als Planer im Dienste eines Bauherren, sondern als Gesamtkunstwerker – wenn diese Wortschöpfung erlaubt ist. Passend ist sie allemal: Auch hier, beim Haus LO19 bilden besonders das Zusammenspiel von Haus und Gestaltung der Außenanlagen eine sich gegenseitig bedingende Einheit. Eine der Besonderheiten des Baukörpers – ein Einfamilienhaus für ein Elternpaar und vier Kinder – ist sein Grundriss, der wie die Flügel einer Windmühle angeordnet ist. Dementsprechend eröffnen sich Gartenräume, die unterschiedlich gestaltet sind. Auch die Eingangssituation ist eine Besonderheit. Besser gesagt, die Varianten des Eingangs: Es gibt den offiziellen Eingang, einen „Schmuddeleingang“ durch die Garage und den Personaleingang zur Küche.

Dieser doppelgeschossige Baukörper mit seinen einzelnen „Flügeln“ hat den entscheidenden Vorteil, dass durch die Anordnung der Gebäudesegmente viel Weite gewonnen wird. Das Grundstück ist optimal ausgenutzt, die Blickachsen vervielfachen sich optisch um ein Mehrfaches und die Weitläufigkeit der Gebäudeteile zueinander suggerieren ein Gefühl von immenser Größe. Der Eingangsbereich öffnet sich hinter einer doppelgeschossigen Glasfassade. Nahe des Eingangs gelegen befindet sich die Küche, angrenzend der Essbereich. Gegenüber der nach Norden ausgerichteten Eingangsfront liegt der Wohn- bzw. Loungebereich gen Süden. Hier im Wohnbereich sorgen zwei weit auskragende Dächer für den nötigen Schatten auf den beiden Terrassen im Ess- sowie im Wohnbereich.

Über eine Treppe im Entree gelangt man im ersten Obergeschoss in die Schlafräume – vier Kinderzimmer mit jeweils eigenem Bad und den Elternbereich mit Ankleide und Masterbad. Über die Treppe nach unten liegt der Wellnessbereich im Untergeschoss mit dem 12 m langen Pool, der nach dem Verlauf der Sonne ausgerichtet ist, sodass immer Licht ins Innere dringt – mal direkt und mal indirekt als Schlaglicht. Eine große Glaswand mit einer täuschend echt simulierten Aquariumglaswand flankiert das Schwimmbecken auf der nördlichen Längsseite. An Platz mangelt es hier also nirgends – eng wird es höchstens einmal, wenn die vier Kinder auf einmal all ihre Freunde mitbringen.

www.stephanmarialang.de


Fotos:

Sebastian Kolm
www.sebastiankolm.de

(Erschienen in CUBE München 02|19)