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Bootshaus mit Schwimmdock

Die Bayerische Seenschifffahrt präsentiert einen architektonisch interessanten Bau

Was liegt näher, als für ein Bootshaus das klassische Material Holz zu verwenden? Auch wenn es... mehr
Was liegt näher, als für ein Bootshaus das klassische Material Holz zu verwenden? Auch wenn es sich hier zugegebenermaßen um ein sehr großes Bootshaus mit einer Nutzfläche von 580 m2 und integriertem Schwimm- und Trockendock handelt. Für die Münchner Architektin Claudia Schreiber und ihr Team stand von Anfang an fest, dass es Holz sein musste, weil es im Gegensatz zu Stahl nicht rostet. Zudem passt sich die neue Werft so der regionalen Bauweise an und das Material erwies sich letztlich als verformungsstabil und als kostengünstigste Variante.
 
In das Bootshaus mit seiner fast kathedralischen Dachkonstruktion und dem prägnanten grünen Dach wurde ein 34 m langes Schwimmdock integriert, in das der Ausflugsdampfer MS Rottach-Egern problemlos aus- und einfahren und im Winter im Trockendock gewartet werden kann. Der funktionelle Bau gehört zu einem Ensemble von zwei Werfthallen und einem zweigeschossigen Verwaltungsbau mit Werkstätten der Bayerischen Seenschifffahrt am südlichen Ostufer des Tegernsees. Vom Ort Tegernsee kommend, erreicht man zu Fuß zunächst die Dachflächen der Werftgebäude mit Aussichtsplattformen. Hier verläuft ein öffentlicher Seeuferrundweg mit freiem Blick auf den Tegernsee. Vorgelagert am Ufer liegt das mächtige Bootshaus, das durch und durch aus Holz ist: Der Rahmen besteht aus Brettschichtholz, die Decken- sowie
Wandelemente aus Kertoplatten. Kerto ist ein sehr festes und formstabiles Furnierschichtholz aus finnischem Nadelholz und bildet die Konstruktion. Außerdem erfüllen die Holzwerkstoffplatten die Aussteifung und die Winddichtigkeit (Schallschutz). Umhüllt ist das Gebäude von rund 8 cm schmalen, naturbelassenen Lärchenholz-Lamellen, die mit der Zeit nachgrauen und eine natürliche Patina erhalten. Interessant ist vor allem die Dachkonstruktion: Die Längswände des Bootshauses neigen sich zunächst nach außen und knicken auf halber Höhe ab, um einen weiten Dachraum zu bilden. Dadurch konnten die vorgegebene Dachneigung und Firsthöhe eingehalten und zugleich genügend Platz für die Schiffe im Trockendock geschaffen werden.

www.claudia-schreiber-architektur.de
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Architekten:

Claudia Schreiber Architektur und Stadtplanung
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Fotos:

Julia Schambeck

Claudia Schreiber Architektur und Stadtplanung GmbH