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Alleskönner

Barrierefrei, vollautomatisiert, recyclebar, energiesparend

Das Reihen-Endhaus aus dem Jahr 1948 sollte ursprünglich nur umgebaut werden. Bei genauerer... mehr

Das Reihen-Endhaus aus dem Jahr 1948 sollte ursprünglich nur umgebaut werden. Bei genauerer Prüfung der Bausubstanz stellte sich heraus, dass das Bestandsgebäude so viele Mängel aufwies, dass ein Umbau unrentabel gewesen wäre und ein Neubau die sinnvollere Lösung darstellte.

Es gelang dem Architekten Stefan Krötsch, optisch einen Neubau zu schaffen, der das Reihenhaus-Ensemble nicht aufbricht, da er sich, wenn sich auch stilistisch einer völlig neuen Architektursprache bedienend, architektonisch doch in die Reihe einfügt, indem er dieselbe Traufhöhe einhält, dasselbe Satteldach zumindest nachahmt. Es schließt also kubaturgleich an seinen Nachbarbau an, ist aber doppelt so breit wie sein Vorgänger. Auf der Hälfte des Neubaus, dort, wo früher die Giebelwand des alten Hauses war, ist nun Platz für eine Dachterrasse. „Auf diese Weise findet der Rhythmus der Hausbreiten in der Reihenhauszeile auch im Neubau einen Widerhall“, erläutert der Architekt. Während die Nordseite eine gemeinsame Wand mit dem Nachbarhaus hat, sind die straßenseitige und die gartenseitige Fassade großzügig verglast.

Auch die Zugangssituation zum Vorgarten wurde den übrigen Reihenhäusern angepasst. Sie liegt rechts an der Grundstücksgrenze zum Nachbarn, und diagonal zum Gartentor liegt der Hauseingang. Die Fassaden- und Dachverkleidung besteht aus hinterlüftet montierten Faserzementplatten, deren beige Färbung sich an den Farbtönen der Reihenhauszeile orientiert.

Im Inneren des Hauses stößt man auf eine einläufige Treppe, die das Gebäude in zwei Teile, einen nutzungsorientierten und einen Wohnbereich, teilt. Rechts, zum Nachbarhaus hin, befinden sich Aufzug, Nebenräume und Schlafzimmer. Links sind, über drei Geschosse verteilt, Wohn-, Ess- und Musikzimmer, eine Galerie und die Dachterrasse – sozusagen ein offenes Raumkontinuum über die gesamte Gebäudehöhe. Die Gartenseite hat Morgensonne, von der Straßenseite her gelangt durch die großzügigen Fenster Nachmittagssonne ins Gebäude. Es sind unterschiedlichste Blickbeziehungen möglich, von der Galerie nach unten ins Klavierzimmer oder als diagonaler Duchblick in den Garten – stets hat man das Gefühl, in einem offenen Raum zu sein.

Das gesamte Haus ist barrierefrei und rollstuhlgerecht gebaut – mit dem Aufzug gelangt man in alle vier Geschosse – vom Keller, wo sich der Wellnessbereich befindet, bis hinauf zur Dachterrasse. Stefan Krötsch achtete bei der Auswahl der Materialien auf Langlebigkeit, Reparierbarkeit und einfache Rückbaubarkeit. Als weitere Besonderheiten seien noch der hohe Automatisierungsgrad des Gebäudes mit seiner Vielzahl von technischen Applikationen sowie die Niedrig­energieversorgung erwähnt.

www.kroetsch.net

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