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Zur Heimat gemacht

Exklusiver Einblick in den privaten Family & Friends-Bereich der Red Bull Arena

Für viele Fußballfans ist das Stadion ihr zweites Wohnzimmer. Für Spieler, Familien und Freunde... mehr

Für viele Fußballfans ist das Stadion ihr zweites Wohnzimmer. Für Spieler, Familien und Freunde ist es das erst recht. Mehrfach die Woche verbringen sie hier bis zu acht Stunden. Dementsprechend heimelig sollte die Atmosphäre auch sein. Vor diesem Hintergrund ging Ilja Oelschlägel von Produkt Design Leipzig in einem Kooperationsprojekt mit dem Büro Blässe Laser Architekten an die Arbeit. Gemeinsam verwandelten sie den Family & Friends-Bereich der Red Bull Arena in Leipzig in einen Ort, der für maximal 170 Personen Verköstigung, Abwechslung, Intimität, Information, Unterhaltung, Ruhe und Entspannung bietet – und dabei der traditionsreichen Arena einen Bezug zum Spiel und zur Stadt gibt.

Die vorgefundene Zweiteilung des Aufenthaltsraumes wurde gestärkt und zur funktionalen Ordnung genutzt. Dabei dient der vorgestellte hohe, radiale Raum dem Empfang über die geplante Brücke und kann als Saal betrachtet werden. Er wird zum Salon mit langer Tafel und einem weichen Tartanboden, der eine 400 m Bahn darstellt. In Anlehnung an die klassische Fußball Wabenform erzeugt eine offene Rasterdecke aus industriellem Trapezprofilblech ein edles Hexagon-Deckenmuster. Die praktischen Vorteile hierbei: Die Rasterdecke kaschiert nicht nur die Technik. Sie ermöglicht auch indirektes Licht, schafft uneingeschränkte Möglichkeiten zum Abhängen von Bildschirmen, verbessert die Raumakustik und stärkt den industriellen Charakter. Für einen weiteren Fußballbezug sorgen 200 abgehängte Fußballnetze, unter denen acht große Kugellampen im Bogen über der langen Tafel angebracht sind und den Raumeindruck als Teil des ehemaligen Zentralstadions zusätzlich verstärken. Ganz der DNA von RB Leipzig entsprechend, ist der Raum hip, modern, jung und stylisch eingerichtet.

An die mittig platzierte und zeitlos gestaltete Bar grenzen die Separees an, die gegensätzlich konzipiert sind. So präsentiert sich das Separee Düne – an eine nordische Räumlichkeit erinnernd – hell und modern. Ein ganz anderes Bild hingegen zeigt das Separee Chalet. Statt offen und farbig frisch wie die „Düne“, strahlt das „Chalet“ eher eine gemütliche Schummrigkeit aus. Doch ganz gleich wie die Separees gestaltet sind, ihre Rückwände erfüllen alle den gleichen Zweck: Als geometrischer Setzkasten gestaltet, dienen sie dazu, die Geschichte der Mannschaft anhand besonderer Trophäen, persönlicher Geschichten, getauschten Trikots und speziellen Souvenirs zu erzählen. Ein besonderer Ort, der abseits von Spieltagen auch für Firmen­events oder ähnliches gemietet werden kann.

www.dierotenbullen.com
www.bla-architekten.com
www.iljaoelschlaegel.com

Fotos:

Steffen Junghans

(Erschienen in CUBE Leipzig 01|20)

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