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Wohnen am Wasser

Das Quartier an der Weißen Elster interpretiert ortstypische und historische Motive neu

Es ist der wiederentdeckte Fluss mit all seinen Möglichkeiten, der als blaue Lebensader den... mehr

Es ist der wiederentdeckte Fluss mit all seinen Möglichkeiten, der als blaue Lebensader den urbanen Stadtteil Plagwitz prägt. Dieses Potenzial nutzt das an der Weißen Elster gelegene Quartier Neue Leipziger Terrassen. Das Architekturbüro Osterwold°Schmidt greift die gründerzeitlichen Motive der ortstypischen Passagen und ihrer Durchgangshöfe sowie der innerquartierlichen Wege historischer, großstädtischer „Terrassen“ auf und interpretiert sie neu. Diese interne Erschließungsachse garantiert zum einen die optimale Erreichbarkeit der neuen Häuser und zum anderen bildet sie einen halböffentlichen Freiraum als Ort für Gemeinschaft, Begegnung und Aufenthalt. Als Endpunkt der Sicht- und Flanierachsen öffnet sie sich direkt zum Wasser und bindet es ein. Betont wird dieser Entwurfsgedanke durch das „Tor zur Stadt“ und das „Tor zum Wasser“, die als geschossübergreifende Durchgänge die städtebauliche Mäanderform der Neubebauung unterbrechen.

Ausgangspunkt für das neue Quartier war ein brachliegendes Industrieareal an der Weißen Elster. Bereits in der Konzeption der Architekten für die geplante Bebauung zwischen Nonnenstraße und Fluss für die damalige Bauherrin war die Struktur einer stadträumlichen Lösung bis zur Industriestraße angelegt, die über einen einzelnen Block hinausging. Der neue Eigentümer des angrenzenden Grundstücks plante gemäß den Vorgaben der Stadt zusätzlich belebende gewerbliche Nutzungen zum Wohnungsbau auf seinem Areal. Die zwei Bauherren verständigten sich und ergriffen die Chance einer gesamtheitlichen Lösung und realisierten ein Quartier zum Wohnen und Arbeiten, das durch die gute Flächen- und Grundstücksauslastung sogar wirtschaftliche Vorteile hatte.

In den zehn Stadthäusern und den Mehrgeschossbauten entstanden insgesamt 65 Wohnungen, die sich mit Loggien, Dachgärten und Balkonen zum Fluss orientieren. Struktur und Material der Neubauten erinnern an den einst rauen Industriecharme des Viertels. Das marode, aber charakteristische Bestandsgebäude ist in die neue Gebäudefigur integriert. Das weit auskragende Turmhaus formt einen überdachten Außenraum, die breite Freitreppe bietet Sitzmöglichkeiten mit Aussicht auf den Fluss. Das besondere Flair der Großstadt am Wasser wird durch das vielfältige Wohnungsangebot in den Neuen Leipziger Terrassen in symbiotischer Nachbarschaft mit dem Fluss lebendig.

www.osterwold-schmidt.de

Fotos:

Michael Miltzow
www.bildwerk-weimar.de
Michael Moser
www.michaelmoserimages.de

(Erschienen in CUBE Leipzig 01|21)

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