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Von Ecken und Rundungen

Geschlossene Lücken gebaut mit offenen Poren

Zuerst kommt die Kultur, dann das Wohnen. Nach diesem Muster entwickeln sich vor allem in... mehr

Zuerst kommt die Kultur, dann das Wohnen. Nach diesem Muster entwickeln sich vor allem in Großstädten Stadtteile, die vormals verlassen und dem Verfall preisgegeben waren. Künstler und Kreative nutzen scheinbar unwirtliche Räume, sei es wegen der sich bietenden Gestaltungsmöglichkeiten, sei es wegen der meist niedrigeren Wohnkosten. Eine lebendige Kulturszene wirkt attraktiv, wertet ganze Stadtteile auf. So geschah es auch in Lindenau, das Teil des Stadterneuerungsgebiets Leipziger Westen ist. Einst dicht besiedelt, dann zunehmend verlassen, wird der Stadtteil seit einigen Jahren wieder neu entdeckt. Baulücken schließen sich, neue Wohnräume entstehen. So auch in der Henricistraße, wo das Berliner Architekturbüro Arnold und Gladisch gemeinsam mit der Propos Projektentwicklung einen Gebäudekomplex mit insgesamt 26 Eigentumswohnungen realisierte.

Der Gebäudekomplex reagiert auf die Nachbargebäude, setzt jedoch eigene gestalterische Akzente. Dabei verstecken sich in der an historischen Vorbildern orientierten Fassade emissions- und schadstoffarme Baustoffe, die Architekten und Bauträger bewusst gewählt haben. Dazu gehört auch der Poroton-Ziegel S10-36,5-MiWo von Wienerberger, der für natürliche Wärmedämmung, erhöhten Schallschutz und ein angenehmes Raumklima sorgt. Mit diesem kerngedämmten Hochlochziegel konnte auf eine zusätzliche Außendämmung verzichtet werden.  Die monolithische Bauweise verspricht Langlebigkeit und Werhaltigkeit über Generationen.Die Eingänge der drei Gebäudeteile, aus denen der Komplex besteht, wölben sich nach innen. Rundungen markieren auch die Brüstungen der Loggien, die aus der in Bändern gegliederten Fassade leicht hervorspringen.

Der Gebäudekomplex fügt sich mit seinen vier Vollgeschossen und dem abschließenden Staffelgeschoss harmonisch in die Höhenentwicklung der vorhandenen Bebauung ein. Unterschiedliche Grundrissvarianten der zwei bis fünf Zimmer umfassenden Wohnungen ermöglichen eine individuelle Raumnutzung. Viel Licht fällt zusätzlich zu den großen Fensterflächen über die Eckverglasungen der Loggien in die Innenräume und geben diesen einen besonderen Charakter. Jede Wohnung verfügt neben der straßenseitig nach Westen gelegenen Loggia über einen nach Osten ausgerichteten Balkon zum ruhigen Innenhof. Erholungs- und Spielflächen stehen allen Bewohnern dort zur Verfügung. Die Erdgeschosswohnungen, zu denen auch zwei bis ins erste Obergeschoss reichende Maisonettes gehören, genießen einen kleinen Gartenanteil direkt vor ihrem eigenen Wohnraum.

www.arnoldundgladisch.de


Fotos:

Werner Huthmacher
huthmacher-data.de

(Erschienen in CUBE Leipzig 01|20)

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