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Innerstädtisch und bezahlbar

Der Genossenschaftsbau in der Johannstadt ist in vielerlei Hinsicht vorbildlich

Im heterogenen Umfeld der Dresdner Johannstadt wurde auf dem exponiert gelegenen Eckgrundstück... mehr

Im heterogenen Umfeld der Dresdner Johannstadt wurde auf dem exponiert gelegenen Eckgrundstück an der Kreuzung Thomae-/Striesener Straße ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Bauherr ist die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt, größte Wohnungseigentümerin im Stadtteil, die seit den 1950er-Jahren einen wesentlich Beitrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im Zentrum von Dresden leistet. Aus einem Wettbewerb ging Peter Zirkel Architekten als Sieger hervor. Der Neubau greift in Maß und Form das städtebauliche Umfeld auf und bildet eine turmähnliche Eckbebauung aus, die mit acht Obergeschossen eine markante städtebauliche Setzung formuliert. Die klar ablesbare zweigeschossige Sockelzone ist für Gewerbe- und Büronutzungen ausgelegt, darüber liegen die Wohngeschosse. Die 24 Wohnungen sind 66 bis 140 m² groß und haben zwei bis fünf Räume, etwa 60 Prozent sind Dreiraumwohnungen. Die Wohnräume sind nach Süden bzw. Westen ausgerichtet mit vorgelagertem großzügigen Außenraum in Form einer Loggia. Schlaf- und Kinderzimmer liegen geschützt zum Hof. Im „Turm“ an der Kreuzung sind attraktive Eckloggien integriert. Die Wohnungen sind hier besonders attraktiv, da sie über allseitige Ausblicke verfügen – im Osten über den Grünzug entlang bis zur Altstadt, im Westen über die angrenzende Bebauung hinweg bis zu den Elbhängen. Das Gebäude erreicht den KfW-Effizienzhaus 55 Standard. Die robuste Ziegelfassade knüpft an lokale Traditionen an. Die regionalen Steine sind aus den gelblichen Tonen des Meißner Landes hergestellt, die handwerkliche Ausführung des Mauerwerkes mit Normalformaten im wilden Verband und Detailausbildungen wie z. B. speziell gefertigte Formsteine mit Viertelrundung in den Fensterlaibungen sowie Roll- und Grenadierschichten prägen die eigenständige Identität des Hauses.

www.peterzirkel.de

Fotos:

Ken Wagner
www.kenwagner.de

(Erschienen in CUBE Leipzig 01|22)

 

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