Architektur
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Themen
Interior
Themen
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Garten
Themen
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Spezial
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen

„Frau Architekt. Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf“

Baukultur Nordrhein-Westfalen zeigt Ausstellung ab 12. August in Düsseldorf

Vorschau: 01_01a-Wettbewerb-Ratingen-West-Ansichtszeichnung-1966-MM_02_

Wettbewerbsbeitrag für Ratingen-West, 1966, Ansichtszeichnung. Der Entwurf von Merete Mattern, Herta Hammerbacher und Yosjhita Akui wurde zwar nicht prämiert, aber mit einem Sonderankauf ausgezeichnet. Die Presse, allen voran die Bauwelt, lobte die Arbeit als einzigen wirklichen zukunftsweisenden Ansatz. © Architekturmuseum, TU Berlin

Vorschau: 02_Dietrich_Bru-cke_Medienpark_Ko-ln_3-Oppermann

Fußgängerbrücke im Mediapark, Köln, 1993/94. Verena Dietrich wagte als eine der ganz wenigen Frauen 1982 den Sprung in die Selbstständigkeit ohne Partner und ohne Auftrag. Aus einem Wettbewerb 1993/94 ging die Fußgängerbrücke im Medienpark in Köln hervor. Der Architekturhistoriker Wolfgang Voigt charakterisierte sie treffend als „Madame de Stahl“. © Harald Oppermann, Köln

Vorschau: 03_Baukultur-NRW_Frau-Architekt_Monika-Lepel_Lutherkirche-Duesseldorf_Foto-Jens-Kirchner

Neugestaltung des Altarraums der Lutherkirche in Düsseldorf, 2010 fertiggestellt, Architekturbüro: LEPEL & LEPEL Architektur, Innenarchitektur, Köln, Foto: © Jens Kirchner

Vorschau: 04_Baukultur-NRW_FrauArchitekt_Ute-Piroeth_Q21-Koeln_05_Foto-Caroline-Sieg

Q21, Innerstädtische Nachverdichtung, Brüsseler Straße, Köln, 2007 fertiggestellt, Architekturbüro: Ute Piroeth Architektur, Köln, Foto: © Caroline Sieg, Köln

Vorschau: 05_Baukultur-NRW_Frau-Architek_Julia-Bolles-Wilson-Nationalbibliothek-Luxemburg_BnL_10_Foto-Christian-Richters

Nationalbibliothek Luxemburg, Luxembourg-Kirchberg, 2003 Internationaler Wettbewerb, 1. Preis, 2019 fertiggestellt, Architekturbüro: BOLLES+WILSON, Münster, Foto: © Christian Richters

Vorschau: 06_Baukultur-NRW_Frau-Architekt_Anette-Hillebrandt_msah-dtb-a01-Foto-Christian-Richters

„more in one – Metallwerkstück“, Firmensitz DachTechnik Briel, Bad Laasphe, 2010 fertiggestellt, Architekturbüro: msah architektur, Köln, Foto: © Christian Richters

Seit mehr als 100 Jahren sind Frauen im Architektenberuf tätig. Trotzdem sind Architektinnen nur selten wirklich sichtbar. Das möchte die Ausstellung „Frau Architekt. Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf“ ändern. Baukultur Nordrhein-Westfalen präsentiert sie in Kooperation mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen vom 12. August bis zum 2. Oktober 2020 im Haus der Architekten in Düsseldorf.

„Es braucht immer noch sehr viel Selbstvertrauen, um seinen Weg als Frau in der Architektur zu machen“, sagt die bekannte englische Architektin Alison Brooks. „Wir wachsen mit Helden und Göttern auf, die allesamt männlich sind.“ Genau an diesem Punkt setzt das Museum der Baukultur mit der Ausstellung „Frau Architekt. Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf” an: Sie präsentiert berufliche Werdegänge sowie vorbildliche Bauten von Architektinnen, zeigt damit Vorbilder, ermöglicht Identifikation und macht Mut, den Beruf zu ergreifen. Zu selten sind die Architektinnen hinter ihren Werken sichtbar.

Neuer aktueller Ausstellungsteil mit Positionen von Architektinnen aus NRW

Die Ausstellung in Düsseldorf besteht aus zwei Bereichen. Bereits 2017 konzipierte das DAM in Frankfurt die Ausstellung „Frau Architekt. Seit mehr als 100 Jahren Frauen in der Architektur“. Aus dieser umfangreichen Ausstellung präsentiert das Museum der Baukultur neun historische Architektinnen, deren Werdegänge und Tätigkeitsfelder charakteristisch sind für die Zeit vom späten Kaiserreich bis in die 1960er und -70er Jahre.

Ein zweiter, vom Museum der Baukultur neu kuratierter und gestalteter Ausstellungsteil beschäftigt sich mit der aktuellen Situation von Architektinnen aus NRW. 21 Architektinnen veranschaulichen an jeweils einem Projekt ihre Arbeit und ihre architektonische Haltung. Die Projekte stammen aus den Bereichen Hochbau, Stadtplanung, Landschafts- und Innenraumgestaltung sowie Bauforschung. Mittlerweile sind Frauen, anders noch als ihre Kolleginnen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in allen Bereichen und Typologien der Architektur tätig. “Seit vielen Jahren studieren mehr junge Frauen als Männer in Deutschland Architektur“, stellt Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, fest. „Wir freuen uns, dass die Ausstellung die Leistungen von aktiven Kolleginnen exemplarisch spiegelt.“

Maßgebliche Beiträge zur Entwicklung der Architektur

Innovative Ideen trotz massiver Widerstände: So war die Lage vor mehr als hundert Jahren, als Frauen erstmals an Technischen Hochschulen in Deutschland zunächst nur als Gasthörerinnen zugelassen und später zu diplomierten Architektinnen ausgebildet wurden. Die Architektinnen leisteten, wenn auch oftmals auf Wohnungsbau und Inneneinrichtung beschränkt, maßgebliche Beiträge zur Entwicklung der Architektur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach dem Zweiten Weltkrieg drängten Frauen in alle Bereiche der Baukunst, ihre bis heute wichtigen Arbeiten bleiben aber allzu oft unsichtbar.

Heute stehen Architektinnen in ihrem beruflichen Alltag in der öffentlichen Wahrnehmung weiterhin im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Obwohl die Mehrzahl der Hochschulabsolventen im Fachbereich Architektur Frauen sind, stellen sie nur 31 Prozent des aktiven Berufstands dar. Heute erreichen mehr Architektinnen als früher leitende Positionen als Partnerinnen in Architekturbüros, Baudezernentinnen und Hochschullehrerinnen – an dem ungleichen Geschlechterverhältnis ändern solche Karrieren jedoch bislang wenig.

FRAU ARCHITEKT

Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf

Ein Kooperationsprojekt von Baukultur Nordrhein-Westfalen mit dem Deutschen Architekturmuseum und der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen

Laufzeit: 12. August bis 2. Oktober 2020

Ausstellungsort: Haus der Architekten, Zollhof 1, 40221 Düsseldorf

Öffnungszeiten: Mo–Do: 10–17 Uhr; Fr: 10–13 Uhr, Eintritt frei

Hinweis: Der Besuch der Ausstellung ist nur nach Anmeldung vor Ort möglich.

baukultur.nrw

NEUES AUS DEN
CUBE-REGIONEN
Wir informieren Sie regelmäßig über interessante Projekte aus neun Metropolregionen
(Sie bekommen eine E-Mail mit einem Bestätigungslink)