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Zurück zu alter Größe

Viel Licht und Luft für den Verwaltungstrakt einer Schule in Brühl

Die nach dem bedeutenden Kurfürsten benannte Clemens-August-Schule in Brühl wurde 1900 als... mehr
Die nach dem bedeutenden Kurfürsten benannte Clemens-August-Schule in Brühl wurde 1900 als Internat für katholische Gymnasiasten errichtet. Inzwischen befindet sich in dem denkmalgeschützten Gebäude die städtische Gemeinschaftshauptschule, die heute als Ganztagsschule betrieben wird.

An den Haupttrakt schließt sich rückseitig der Hoftrakt an, welcher ursprünglich auf kreuzförmigem Grundriss die hauseigene Kapelle beherbergte, seit dem späten 20. Jahrhundert die Aula mit Bühne. Als die Aula in einem Neubau untergebracht werden konnte, bot sich in dem frei werdenden Hoftrakt die Möglichkeit für eine schon länger erforderliche Erweiterung der Verwaltung und des Lehrerzimmers.

Der mit den Planungen beauftragte Brühler Architekt Manfred Menzel (damals in: Büder + Menzel Architekten BDA) stellte in seinem denkmalgerechten Umnutzungskonzept zunächst den Raum der ursprünglichen Kapelle in seiner vollen Größe wieder her, indem die über die Zeit erfolgten Ein- und Umbauten bauten komplett entfernt wurden. Etliche Trennwände, abgehängte Decken, Fensterverkleinerungen und die Bühne wurden zurück gebaut, um die Raumqualitäten wieder ablesbar zu machen und zu nutzen.

Damit das räumliche Erlebnis jedoch nicht durch neue Einbauten und Wände gestört wird, wurde der Arbeitsbereich der Verwaltung als eingeschossiger, voll verglaste Baukörper mitten im Raum platziert. Hier befinden sich das Sekretariat, zwei Büros für die Schulleitung, ein Besprechungs- und ein Kopierraum. Mit großer Sorgfalt wurde die Ganzglas-Trennwand durchdetailliert. Auf vertikale Profile wurde bei der raumhohen Einscheibenverglasung verzichtet; im Viertelkreis gebogene Gläser und Profile verstärken den Eindruck eines „großen Möbels“. Zur Anmeldung von Schülern und Besuchern ist in die Verglasung eine Durchreiche mit Schiebefenster integriert.

Der zwischen Glaskörper und Außenwänden enstandene, deutliche Zwischenraum zollt dem historischen Gebäude großen Respekt; ist großzügige Bewegungs- und Kommunikationsfläche. Offene und filigrane Stahltreppen binden die Galerie an, die auf dem gläsernen Einbau als individuell nutzbare Fläche z.B. für Computerarbeitsplätze ein ganz besonderes Raumerlebnis vermittelt. Von hier gelangt man über eine weitere Treppenverbindung in das darüber liegende Geschoss mit dem neuen Lehrerzimmer und Arbeitsplätzen für 48 Personen.

Auf hohe Schrankwände wurde bewusst verzichtet, um das lichtdurchflutete Ambiente und die vielen Blickbeziehungen nicht zu stören. Stattdessen kommen niedrige Sideboards zum Einsatz. Auch die Entscheidung für eine Fußbodenheizung unterstreicht die Absicht, das Raumerlebnis frei zu halten von störenden Elementen.

Die Farbgebung spielte eine besondere Rolle: ein blauer Teppich im Lehrerzimmer soll beruhigend wirken, das Grün der Galerie konzentrationsfördernd, der orangefarbige Boden des Sekretariats belebend.

www.bueder-menzel.de
Architekten: Büder + Menzel Architekten www.bueder-menzel.de Fotos: Patric Fouad... mehr

Architekten:

Büder + Menzel Architekten
www.bueder-menzel.de

Fotos:

Patric Fouad
www.patricfouad.com