Architektur
Artikel
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Themen
Interior
Artikel
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Themen
Garten
Artikel
Themen
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Spezial
Artikel
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen

Zukunftsweisendes Office Design

Die Einrichtung eines Umweltinstituts in Bonn besticht durch höchste Nachhaltigkeit

Über 90 Prozent aller Produkte, die wir nutzen, werden unter Einsatz chemischer Stoffe und... mehr

Über 90 Prozent aller Produkte, die wir nutzen, werden unter Einsatz chemischer Stoffe und Verfahren produziert. Das Internationale Kompetenzzentrum für Nachhaltige Chemie (ISC3) in Bonn wurde 2017 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) initiiert, um nachhaltige Chemie weltweit zu fördern. Als Hauptsitz hat sich das Institut ein Stadthaus in der Bonner Südstadt ausgewählt. Der historische Altbau aus dem Jahr 1896 sollte dabei über vier Etagen wie eine Visitenkarte des Kompetenzzentrums erlebt werden: Gesucht war ein zukunftsweisendes Corporate Interior-Konzept, das ein gesundes und ästhetisches Arbeitsumfeld unter höchsten baubiologischen Anforderungen bietet. Bis in letzte Details der Einrichtung sollte die Unternehmensphilosophie des ISC3 erlebbar sein, die für eine nachhaltigere Chemie und den bewussteren Umgang mit den Ressourcen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft steht.

Die für das Projekt ausgewählte Designerin und Baubiologin Stefanie Jörgens aus Meerbusch plante das mit dem Red Dot Award 2019 prämierte Vorzeigeprojekt und setzte es innerhalb von 18 Monaten um. In einer beispiellosen Konsequenz wurde ein Einrichtungskonzept entwickelt, das nahezu zu 100 Prozent auf nachhaltig produzierte und nachwachsende Werkstoffe setzt. Gestalterisch musste es dabei den Ansprüchen von Führungskräften aus Wirtschaft und Politik gerecht werden. Aber natürlich sollte es auch den hohen Anforderungen der vor Ort arbeitenden Teams aus internationalen Mitarbeitern genügen. Da die meisten marktgängigen Produkte die Kombination aus baubiologischen, ästhetischen und ökonomischen Anforderungen nicht erfüllten, wurde die überwiegende Mehrzahl der Möbel von der Designerin selbst entworfen und schließlich in Manufakturarbeit gefertigt, ohne dabei den Rahmen des begrenzten Budgets zu sprengen. Das Augenmerk richtete sich dabei vor allem auf langlebige, wertige natürliche Materialien in einem eleganten, geradlinigen und zurückhaltenden Design. „Weniger ist mehr“ war das Credo des Projektes – ästhetisch genauso wie ökologisch. So dominieren im repräsentativen Bereich des Instituts Möbel aus dunkler Mooreiche mit schwarzen Stahlgestellen. Die Arbeitsbereiche der Mitarbeiter sind hingegen in Weiß und Beige gehalten. Alle Arbeitsoberflächen wurden aus hellem Linoleum gefertigt, die Tischgestelle aus filigranem weißem Stahl und die Korpusse aus monochrom weiß lackiertem Holz. Das sehr wohnlich anmutende Projekt liefert somit gleichermaßen den Nachweis für die Schönheit der Einfachheit wie für die Wichtigkeit des Unsichtbaren.

www.stefanie-joergens.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|19)

Innenarchitekten: Stefanie Jörgens www.stefanie-joergens.de Schreinerei: Stilfabrik... mehr

Innenarchitekten:

Stefanie Jörgens
www.stefanie-joergens.de

Schreinerei:

Stilfabrik
www.stilfabrik.de

Raumausstatter:

Wohnraum
www.wohnraum-meerbusch.de

Fotos:

Bernd Ahrens

NEUES AUS DEN
CUBE-REGIONEN
Wir informieren Sie regelmäßig über interessante Projekte aus neun Metropolregionen
(Sie bekommen eine E-Mail mit einem Bestätigungslink)