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Wie man sitzt, so arbeitet man

Ergonomische Bürostühle für gesundes Sitzen

Wir wissen durch zahllose Studien – und oft genug auch durch eigene, leidvolle Erfahrung – dass... mehr
Wir wissen durch zahllose Studien – und oft genug auch durch eigene, leidvolle Erfahrung – dass wir zu viel sitzen. Mangelnde Bewegung ist die Ursache vieler Erkrankungen. Was aber auf den ersten Blick so leicht zu ändern erscheint, ist in unserer heutigen Büro-Arbeitswelt schier unmöglich. 4, 8 oder 10 Stunden am Schreibtisch zu verbringen, ist unabdingbarer Bestandteil immer mehr Berufstätiger.

Hier hilft die Ergonomie, die Wissenschaft von den Gesetzmäßigkeiten menschlicher Arbeit. Insbesondere die physiologische Anpassung, also körpergerechte Stühle, Tische und Arbeitsgeräte, sind für das Wohlbefinden, die Kreativität und Produktivität aller am Schreibtisch Arbeitenden von großer Bedeutung. Viele Büromöbelhersteller setzen sich wissenschaftlich mit dem Arbeiten im Sitzen auseinander, entwickeln ihr ausgefeiltes Mobiliar nach neuesten Erkenntnissen weiter und setzen dies auch gestalterisch um. Ziel ist, häufige und vielfältige Bewegungen in die Büroarbeit zurückzubringen, um Körper und Geist zu aktivieren sowie Schmerzen und Verspannungen wirkungsvoll vorzubeugen.

Die charakteristische Form des Sattelstuhls Capisco (Design Peter Opsvik) von HÅG (a) ist ein Klassiker des aktiven Sitzen. Die spezielle Form bewirkt eine optimale körperliche Unterstützung in zahlreichen Sitzpositionen. Zudem motiviert der Stuhl durch die BalancedMovement-Mechanik sich frei zu bewegen – von den Füßen bis zu den Schultern. Der Körper bleibt im Gleichgewicht: Ob frontal, seit- sowie rückwärts sitzend oder in bequemer Steh-Sitz-Position.

Der ID Chair (Design Antonio Citterio) von Vitra (b) geht als personalisierter Arbeitsstuhl auf aktuelle Tendenzen in der Büroentwicklung ein. Die patentierte FlowMotion Mechanik-Plattform führt den Rücken in einem fliessenden Bewegungsablauf und erlaubt erstmals Vor- und Rückwärtsneigung mit synchronisierter Gewichtseinstellung. Gemäß einer Studie von Vitra und dem Institut für Biomechanik der ETH Zürich zeigt insbesondere die Vorwärtsneigung des Sitzes einen positiven Effekt.

Der Drehsessel Leadchair (Design EOOS) ist typisch für Walter Knoll (c): Zeitlose Modernität, ständige Weiterentwicklung der Polsterkompetenz, elegante Gestaltung von Linie und Fläche, Transparenz der Funktion. Jedes Bauteil und jede Linie sind präzise aufeinander abgestimmt. Wie aus einem Guss erscheinen Fußkreuz, Drehsäule, Sitz- und Rückengabel und die Armlehnen. Der Winkel zwischen Sitz und Rückenlehne öffnet sich beim Zurücklehnen. Der Sitz senkt sich nach hinten ab. Die stützende Wirkung des Rückens ist individuell über den Drehzylinder unter dem Sitz einstellbar.

Die Firma Kinnarps (d) bietet mit dem Stuhl Entrada II (Design Daniel Figueroa) eine Weiterentwicklung des Drabert-Ergonomie-Systems für die aktive Bewegung des dynamisch Sitzenden. Der Stuhl hat eine höhen- und tiefenverstellbare Sitzfläche für eine optimale Unterstützung von Rücken und Beine sowie eine patentierte Schnellverstellung für den Rückenlehnen-Anpressdruck. Durch die Synchronmechanik von Sitz und Lehne sowie einer automatischen Körpergewichtsregulierung wird das Wechseln zwischen vorderer, mittlerer und hinterer Sitzhaltung unterstützt.

Um die Bewegungen des Körpers beim Arbeiten besser zu verstehen, hat die Firma Steelcase (e) eine weltweite Studie zur Analyse von Sitzhaltungen durchgeführt. Danach entwickelte sie den Stiuhl Gesture, um neue Sitzhaltungen durch neue Technologien angemessen zu berücksichtigen. Rückenlehne und Sitzfläche sorgen als synchronisiertes Bewegungssystem für Nutzerkomfort und dauerhafte Unterstützung. Die Armlehnen bewegen sich wie Arme eines Menschen, wodurch sich völlig neue Bewegungsspielräume ergeben. Schultern und Arme erfahren eine optimale Unterstützung. Die natürlich geformte Sitzfläche mit flexiblen Seitenränder ermöglicht bequemes Sitzen auch über längere Zeiträume.