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urban gardening

Mehr als nur die Renaissance des Schrebergartens

Urban Gardening, oder auch Gärtnern in der Stadt, ist ein aktueller Trend in unseren Städten. In... mehr
Urban Gardening, oder auch Gärtnern in der Stadt, ist ein aktueller Trend in unseren Städten. In Berlin, München, Köln und anderswo machen sich zunehmend viele Stadtmenschen eine Idee zu eigen, die ihren Ursprung in Entwicklungsländern hat. Dort hat der in Eigenregie durchgeführte Anbau von Agrarprodukten eine existenzielle Bedeutung angesichts chronischer Unterversorgung an Grundnahrungsmitteln – hier sind es andere Gründe, die für das Gärtnern sprechen.

Die urbane Landwirtschaft schafft Nutzgärten in der Stadt, indem sie brach liegende Flächen - von der kleinen, seit Jahren vor sich hin vegetierenden Baulücke über das gut besonnte Flachdach einer Gewerbehalle bis hin zur fußballfeldgroßen Abrißfläche ehemaliger Industrieanlagen - temporär nutzbar macht. Dort entstehen in kurzer Zeit Beete in Körben, transportablen Kunststoffwannen und selbst gezimmerten Konstruktionen, um darin selbst Obst, Gemüse und Gewürze anzubauen, für den privaten Bedarf zu ernten und bei Bedarf gleich mit dem ganzen Garten an einen anderen Ort umzuziehen. Diese Selbstversorgung nährt sich auch aus der Überzeugung, einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag zu leisten für den Klimaschutz: ein direkter und selbst kontrollierter Zugang zu lokal angebauten Lebensmitteln, ohne große Transportwege, Kühlketten und Lagerhaltung.

Mag das Urban Gardening zunächst wie eine wieder vorüber gehende Modeerscheinung aussehen, ist es für die aktiven Gärtner eine moderne Ausdrucksform von Urbanität, von aktiver Teilnahme am sozialen und urbanen Leben. Das kreative Selbermachen, die Selbstversorgung mit Lebensmitteln aus biologischem Anbau oder schlichtweg die Sehnsucht nach Natur in unseren versiegelten Städten sind nur einige Aspekte, die durch das stark wachsende Interesse am Urban Gardening deutlich werden. Die gemeinschaftlich betriebenen Gärten erlauben Begegnung, sind Treffpunkte und Nachbarschaftspflege. Die Identifikation mit dem Ort, mit dem eigenen Umfeld ist hoch, man tut selbst etwas, statt nur zuzusehen. Es ist eine aktive und lebendige Szene, und jede Initiative verfolgt ihre individuellen Ziele. Die Zahl der Gärten wächst rasch an, und darüber hinaus beginnen verschiedene Initiativen sich untereinander informell zu vernetzen.


www.urban-gardening.eu
www.prinzessinnengarten.net
www.facebook.com/Urban.Gardening.in.Koeln
www.evidero.de/themen/urban-gardening-was-soll-das-eigentlich
www.startnext.de/prinzessinnengarten
Fotos Marco Clausen, Prinzessinnengarten www.prinzessinnengarten.net mehr

Fotos

Marco Clausen, Prinzessinnengarten
www.prinzessinnengarten.net