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Sieben Fragen an Mischa Kuball

CUBE: Welches sind Ihre drei Lieblingsorte in Düsseldorf? Mischa Kuball: Ich liebe es eher... mehr
CUBE: Welches sind Ihre drei Lieblingsorte in Düsseldorf?

Mischa Kuball: Ich liebe es eher klassisch: Fürs Kino das gute alte Bambi auf der Klosterstraße, da gibt es dann auch das Sushi in der Nähe im Kikaku. Der dritte Ort zieht sich am Rhein entlang: Ein entspannter Lauf von der Pegeluhr in der Altstadt bis nach Kaiserswerth – ein wechselhaftes, urbanes Erzählband.

Was war für Sie das letzte realisierte Architektur-Highlight in Düsseldorf?

Ehrlich gesagt, im Vergleich zu anderen „Großprojekten“, eher die Rekonstruktion des kleinen Corneliusplatzes als Gelenk zwischen Hofgarten, Kö-Bogen und dem Schauspielhaus mit Dreischeibenhaus.

Was sollte in der Stadt noch passieren?

Dringend gebraucht werden bezahlbare Wohn- und Arbeitsräume, die eben nicht nur einem ökonomischen Diktat folgen. Sonst vertreiben wir die auf Dauer – mit denen die Stadt so gerne nach außen wirbt – die Künstler!

Was ist Ihre persönliche Bausünde in Düsseldorf?

Auch wenn ich mich damit unbeliebt mache: Der Wegfall des „Tausendfüßlers“. Das „Tünnelchen“ ist kein Ersatz dafür! Ich denke bei dieser Hochstraße immer auch an den Kontext von Schauspielhaus und Dreischeibenhaus. Für mich war das eine städtebauliche Einheit, die empfindlich gestört wurde. Man muss natürlich auch anerkennen, dass die Stadt ein Organismus ist, der sich ändert und wandelt. Aber es wird und kann eben auch nicht allen gefallen.

Welches ist Ihr Lieblingsrestaurant?

Da ich – und meine ganze Familie – Fan der japanischen Küche sind, würde ich gerne häufiger ins Nagaya gehen. Was Yoshizumi Nagaya da zaubert, das ist einfach ein Traum.

Was war Ihre beeindruckendste Begegnung in Düsseldorf?

Ich zehre noch sehr von der kurzen Begegnung mit Alexander Kluge, als er im Kontext des Heine-Preises seinen neuen Film vorgestellt hat. In meiner Jungend waren es zufällige Begegnungen, z. B. mit Joseph Beuys. Zwei echte Menschenfänger.

Wie sind Sie in der Stadt unterwegs?

Am liebsten auf dem Fahrrad. Da hat Düsseldorf noch einiges nachzuholen: Mehr Radwege sind dringend nötig. Das Modell „Autofreundliche Stadt“ greift nicht mehr – Düsseldorf... Ansonsten erlaufe ich mir ja diese Stadt!

Herr Kuball, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Mischa Kuball *1959 in Düsseldorf. Konzeptkünstler im öffentlichen und institutionellen Raum. Mit Hilfe des Mediums Licht erforscht er architektonische Räume und deren soziale und politische Diskurse. Seit 2007 Professor für Public Art an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seit 2015 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Künste NRW, Düsseldorf. 2016 Auszeichnung Deutscher Lichtkunstpreis.