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Räumlich neuinterpretiert

Einbaumöbel sorgt für klaren Wohnmehrwert

Im zweiten Obergeschoss eines Vier-Parteien-Gründerzeithaus in der Kölner Nordstadt befindet sich... mehr
Im zweiten Obergeschoss eines Vier-Parteien-Gründerzeithaus in der Kölner Nordstadt befindet sich diese Wohnung, die unter architektonischen und energetischen Gesichtspunkten saniert werden sollte. Dabei wünschte sich die Bauherrin neben raumklimatischen Verbesserungen vor allem mehr Licht und mehr Raum. Zudem sah sie in der Modernisierung nicht nur die Chance, sich räumlich neu zu organisieren, sondern sich auch von Teilen ihrer Habseligkeiten zu trennen. Die aus diesem Anspruch resultierende Idee eines minimalen Stauraums bildete die Basis des Gesamtkonzeptes.

Während Bad und Schlafzimmer nach wie vor als eigenständige Privaträume abgetrennt sind, bildet der Rest der Wohnung einen flexiblen Wohnbereich, der lediglich durch ein kreuzförmiges und raumübergreifendes Einbaumöbel gegliedert wird. Über seine raumgliedernde Funktion
hinaus beinhaltet das Einbaumöbel den gesamten benötigten Stauraum, eine Küchenzeile, eine Lesekoje sowie eine Schiebetür für eine flexible Abtrennung. Um dem neu entstandenen Wohnraum ein Maximum an Tageslicht zuzuführen, wurden die hoforientierten Fensterflächen zu Glas-Faltanlagen optimiert.

Die großzügige längliche Wirkung des offenen Wohnbereiches wird einschließlich des Balkons über die durchgängigen Fugen eines parallel zur Hofwand verlegten Dielenbodens verstärkt. In seidenmatt lackiert, reflektiert das Möbel zwar Tageslicht, setzt sich aber dennoch kontrastreich von Putz und Spiegelflächen ab. Das die Grundrissgeometrie begleitende Fugenbild, die bündigen Türen und der weitgehende Verzicht von vorstehenden Griffen lassen die Funktionen des Einbaus nur schwer erkennen.

Sich vom Wohnraum durch eine abgehangene Decke unterscheidend, erfüllt das Einbaumöbel in Kombination mit dem hellen Boden eine in die Aufenthaltsbereiche einleitende Flurfunktion. Durchlaufende Leuchtschienen im Wohnbereich ergänzen den linearen Raumverlauf und stiften einen industriellen Charakter.

Das Modernisierungskonzept ermöglicht durch die intelligente Organisation des Einbaumöbels eine räumliche Neuinterpretation der ursprünglich klein parzellierten Wohnung. Ergänzt durch den bewussten Umgang mit Material und Licht entsteht eine großzügige Atmosphäre, die neben stilistischer Klarheit vor allen Dingen einen Mehrwert in der Qualität des Wohnens schafft.

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Tanja Evers
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