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Nachhaltige Visitenkarte

Ein Vertriebszentrum setzt auf Holz und respektiert die Landschaft

Dass Gewerbebauten nicht nur an unwirtlichen Stadträndern entstehen, sondern auch schon mal in... mehr

Dass Gewerbebauten nicht nur an unwirtlichen Stadträndern entstehen, sondern auch schon mal in sehr idyllischen Lagen, ist bekannt. Dass es sich besonders hier lohnt in Architekturqualität zu investieren, liegt auf der Hand. Dieser Leitidee folgten auch Grosche Burgmer Architekten aus Köln bei der Planung des neuen Vertriebssitzes der Botzian & Kirch GmbH am Rande des Königsforstes in Bergisch-Gladbach: Der gleichermaßen als Lager-, Verwaltungs- und Schulungszentrum genutzte Langbau fügt sich nicht nur harmonisch in die Weite der Naturlandschaft ein. Dank seiner Holzrahmenbauweise konnte er auch in kurzer Bauzeit umgesetzt werden und punktet besonders in Sachen Nachhaltigkeit.

Der umfassende Nutzungsmix des Gebäudes erwies sich dabei als die größte Herausforderung: Eine Vielzahl von Anforderungen – sowohl bei den Spannweiten des Tragwerks, als auch der Materialität, dem Brandschutz und der Akustik – mussten so miteinander harmonisiert werden, dass sich am Ende eine tatsächlich zusammenhängende und ineinander verzahnte Arbeitslandschaft ergibt. Die Architekten entwickelten dazu einen langgestreckten Baukörper, in dessen zweigeschossigem Bereich der Lager- und Seminarbereich liegt. Der Verwaltungsbereich mit den Büros wurde dagegen im gesamten eingeschossigen Bereich des Gebäudes angesiedelt. Um den Workflow zu optimieren, verbindet zudem eine innere Magistrale das Lager und die Verwaltung. Damit sich die Baumasse harmonisch in den Ort einfügt, nimmt sie in ihrer Staffelung Bezug auf die Horizontlinien der umliegenden Hügellandschaft. Auch Aussichten in ein benachbartes Tal werden so möglich. Vergleichsweise unkonventionell für Gewerbebauten ist die Bauweise des Zentrums: Sowohl die tragenden Außen- als auch die Innenwände wurden in Holzrahmenbauweise realisiert. Damit werden nachhaltig Ressourcen aus der Region genutzt, die zugleich zu einem guten Raumklima beitragen.

Die Fassade beruht auf einem doppelten System – einem Wärmeverbundsystem aus Holzweichfaserplatten mit Silikonharzputz und einer Vorhangfassade aus Schichtpressstoffplatten. Die Tragwerkselemente im Bürobereich wurden dagegen als Brettsperrholzstützen, das Dachtragwerk überwiegend in Vollholz ausgeführt. Die Bauzeit bis zur Fertigstellung betrug 26 Wochen – auch dank der tragenden Stahlbetonplatte, die einen konventionellen Fußbodenaufbau überflüssig machte. In die Platte wurden alle Heiz- und Kühlkreise integriert. Die Wärmeerzeugung leisten zwei Außenluftwärmepumpen, die sich überwiegend aus einer Photovoltaikanlage speisen. Die Wärmerückgewinnung über zwei raumlufttechnische Anlagen ermöglicht einen Endenergiebedarf, der um 46 Prozent unterhalb der EnEV-Anforderungen von 2014 liegt.

www.gba-architekten.de

Architekten: Grosche Burgmer Architekten www.gba-architekten.de Fotos: Martin Gaissert GBA mehr

Architekten:

Grosche Burgmer Architekten
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Martin Gaissert
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