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Mutige Transformation

Wohnen über einem kernsanierten Parkhaus mitten in der City

Das Parkhaus an der Alten Wallgasse/Magnusstraße war 2009 stark sanierungsbedürftig und nicht... mehr

Das Parkhaus an der Alten Wallgasse/Magnusstraße war 2009 stark sanierungsbedürftig und nicht ausreichend ausgelastet. Die Betreibergesellschaft Contipark International bot daher die oberen Etagen zum Verkauf an. Gemäß des städtebaulichen Leitbilds der autogerechten Stadt war in den 1960er-Jahren der 70 m lange und bis zu 35 m tiefe Baukörper zusammen mit weiteren großmaßstäblichen Bauten entlang einer vierspurigen Straße in die mittelalterlich geprägte, kleinteilige Struktur des Friesenviertels geklotzt worden. Nach gründlicher statischer Untersuchung zielte die Grundidee der Entwurfsarchitekten Wilkin & Hanrath Bauphasen darauf ab, das Gebäude weitestgehend zu erhalten und durch eine Transformation als innerstädtischen Lebensraum zurück zu erobern. Wohnen über einem kernsanierten Parkhaus: Ein Hybrid – nah am Licht und mitten in der City.

Nach mehrjähriger Vorplanung, enormer Überzeugungsarbeit und Schaffung von neuem Baurecht konnte das Bauen beginnen. Ausführungsplanung und Bauleitung lagen beim Architekturbüro Meuter. Bei laufendem Betrieb wurden die oberen Parkebenen abgebrochen, die verbliebenen generalsaniert und die Aufstockung realisiert. Über ihren Lagerräumen und privaten Stellplätzen im 3. Obergeschoss wurden 31 Wohnungen angeordnet. Sie sind 65 bis 200 m² groß, als Appartement, zweigeschossiges Townhouse oder großzügiges Penthouse gestaltet, alle mit großartigem Blick über die Stadt. Die neue Höhe bindet das Haus städtebaulich ein. Optisch vereint wird der Wohn- und Parkbereich von einer eloxierten und perforierten Metallfassade, gestaltet von V-Architekten, die den eigens durchgeführten Fassadenwettbewerb gewannen. Die gesamte Fassadenkonstruktion wurde maßgefertigt von der traditionsreichen Pohl-Gruppe aus Köln. An der Wallgasse wurde ein klar erkennbares, vertikales Entree als Haupteingang für die Wohnungen geschaffen. Im unteren Bereich verjüngt sich der aufgestelzte Anbau und markiert so die Ein- und Ausfahrten des Parkhauses. Die Wohnaufsto­ckung folgt wie eine Blockrandbebauung den Außenkanten des Bestandsgebäudes, im Süden mit zwei, an der Magnusstraße mit drei Geschossen. Den „Zwischenraum“ der Wohnriegel bildet ein etwa 70 m langer, sich nach Westen sanft aufweitender Innenhof. Ein Naturraum für alle Sinne, das ruhige Herzstück der Anlage und zugleich Längserschließung. Besonders hervorzuheben ist die enorme Teamleistung aller am Bau Beteiligten: Mutige Bauherrschaften, viele Planer und Fachingenieure, Handwerker und nicht zuletzt die Verwaltung der Stadt Köln.

www.bauphasen.de
www.v-architekten.com
www.pohl-facades.com
www.meuterarchitekturbuero.de

Architekten: Wilkin & Hanrath Bauphasen www.bauphasen.de Architekturbüro Meuter... mehr

Architekten:

Wilkin & Hanrath Bauphasen
www.bauphasen.de
Architekturbüro Meuter
www.meuterarchitekturbuero.de

Fassade:

V-Architekten
www.v-architekten.com
Pohl-Gruppe
www.pohl-facades.com