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Leuchtende Landmarke

Illumination von Kölner Pumpwerk bildet Rheinpegel ab

Wie integriert man ein hochtechnisches Gebäude mit großen Baumassen und einer Fülle von... mehr
Wie integriert man ein hochtechnisches Gebäude mit großen Baumassen und einer Fülle von funktionalen Anforderungen, wie es das Hochwasserpumpwerk an der Schönhauser Straße vorzuweisen hat, in den sensiblen Landschaftsraum des Kölner Rheinufers? Dies war die entwurfliche Herausforderung, die bei dem Wettbewerb gestellt wurde.

Überzeugen konnte der Entwurf des Architekturbüros Kaspar Kremer. Dabei bestand die konzeptionelle Idee darin, den Gebäudekomplex des Tiefbauteils durch eine geplante fließende Geländemodulation in den „Landschaftsraum Rheinstrom“ einzubinden, und das Betriebsgebäude bewusst kontrapunktisch als signifikante Landmarke herauszuheben. Die Fassadenmaterialien des Tiefbauteils sind aus Basaltstein für die östliche und westliche ‚Böschungswand‘ und Grasbewuchs für das schwerlastbefahrbare Gründach als den vorherrschenden und charakteristischsten Materialien des Rheinufers beschränkt. Schon im Entwurf gehörte es zum konzeptionellen Ansatz, die jeweilige Höhe des Rheinpegels durch verschiedene Lichtszenarien im Bereich der hinterleuchteten Fassade für den Kölner Bürger ablesbar zu machen.

Und so ist sie heute als leuchtende Landmarke entlang des Rheins weithin sichtbar. Mit Hilfe von LED-Technik werden je nach Höhe des Rheinpegels verschiedene Farbspektren auf die Betonfassade des Hochbaus abgebildet. Die am Tage zurückhaltend und homogen erscheinende Metallfassade entfaltet daher ab Einbruch der Dämmerung eine eigenständige und signifikante Wirkung. Besondere Illuminationen zum Beispiel zu Großveranstaltungen wie „Kölner Lichter“, Silvester oder andere Feste sind ebenfalls in das offene Beleuchtungssystem einprogrammiert, und können zentral von der Leitstelle der Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR gesteuert werden. Zusätzlich zur Beleuchtung des Betriebsgebäudes werden aus dramaturgischen Gründen und zum Schutz vor Vandalismus die Basaltfassaden des Tiefbauteils punktuell über Bodenstrahler beleuchtet.

Dieses technisch umfangreiche und besondere Lichtkonzept wurde von den Architekten in enger Kooperation mit dem Planungsbüro für Elektroplanung MBS, Hennef und der Semperlux AG, Berlin geplant und umgesetzt. Das Resultat: Das Licht wird von den LEDs aus den Profilen heraus gegen die Wände des Betriebsgebäudes geworfen und von dort als homogene Farbfläche reflektiert. Es handelt sich somit um eine indirekte Beleuchtung mittels LEDs. Die elektronische Steuerung sorgt – abhängig vom Pegelstand des Rheins – für die unterschiedlichen Lichtszenarien, die die Kölner und Besucher der Stadt bei Dunkelheit immer wieder aufs Neue faszinieren. Das Pumpwerk bildet somit – im wahrsten Sinne des Wortes – ein neues und weiteres „Highlight“ entlang der Kölner Rheinpromenade.

www.kaspar-kraemer.de
Architekten Kaspar Krämer www.kaspar-kraemer.de Fotos Markus Bollen... mehr

Architekten

Kaspar Krämer
www.kaspar-kraemer.de

Fotos

Markus Bollen
www.markusbollen.com