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In lebendiger Nachbarschaft

Autofreies Wohnquartier mit Stadthäusern und Eigentumswohnungen

Mitten in Lindenthal, einem der besonders begehrten Wohnviertel in Köln, ist im Jahre 2004 auf... mehr

Mitten in Lindenthal, einem der besonders begehrten Wohnviertel in Köln, ist im Jahre 2004 auf einer Gesamtfläche von 4.200 m² ein Wohnquartier mit 21 Eigentumswohnungen und elf Stadthäusern entstanden. Da es sich bei dem Grundstück, das sich auf dem Gelände einer ehemaligen Maschinenfabrik befindet, um ein wertvolles Bauland handelte, war eine hohe Dichte der Bebauung gefragt. Dabei bestand die Herausforderung vor allem darin, trotz dieser erforderlichen hohen Dichte attraktive Wohnungen mit intimen Außenbereichen und einer angenehmen Wohnqualität zu schaffen.

Das gesamte Quartier ist autofrei, da die PKW-Erschließung über eine, das ganze Wohnquartier durchziehende Tiefgarage erfolgt. Sämtliche Wohnungen und Stadthäuser wurden mit differenzierten Außenbereichen ausgestattet, wobei die Eigentumswohnungen in dem straßenbegleitenden Block zur Straße hin große Loggien aufweisen, die mittels hölzerner Schiebeläden komplett geschlossen werden können und dank ihrer Holzböden an den Charakter von Lauben erinnern. Die Stadthäuser im Innenbereich haben zum Erschließungsweg hin offene Küchengärten, während sie zur Rückseite hin mit kleinen bepflanzten Atrien in der Größe von ungefähr 6 x 5 m ausgestattet sind. Große Sorgfalt wurde auf die Gestaltung der Fassaden und deren Materialität verwendet. So bestimmt ein Kanon aus dänischem Kohlebrandziegel, orangefarbenen Putzflächen und Douglasien-Holz die Oberfläche aller Häuser. Eine geschickte Wahl, die den Häusern auf der einen Seite wohnliche Wärme und auf der anderen Seite eine hohe Prägnanz verleiht. Die beweglichen Schiebeläden der Loggien und Fenster variieren je nach Stellung die Gesamterscheinung der Fassaden. Prägend sind auch die großzügig verglasten Treppenhäuser mit ihren zweigeschossigen Eingangsbereichen, die einen Durchblick von der Straße in den Innenbereich ermöglichen. Die Grundrisse der Wohnungen sind einfach und klassisch gehalten: So ermöglicht ein breiter Mittelflur mit daran aufgereihten Räumen eine hohe Grundrissflexibilität, die sich den Bedürfnissen seiner Bewohner anpassen kann.

Alle Stadthäuser haben je nach Lage unterschiedliche Innentreppen und sind dadurch vielfältig nutzbar. Dank dieser Vielseitigkeit fand jeder Eigentümer ein differenziertes und passendes Angebot für seine persönlichen Bedürfnisse. Die großzügigen Dreizimmerwohnungen sind überwiegend von Bewohnern der Generation 50+ genutzt, während die Stadthäuser von jüngeren Familien mit Kindern bevorzugt werden, die in den Erschließungswegen und Freibereichen ein ideales Spielrevier finden. Bobbycars, Roller und mit Malkreide verschönerte Pflasterflächen bestimmen hier das Bild und sorgen für einen fast schon dörflichen Charakter mitten in der Stadt. Der Architekt besucht regelmäßig das Quartier und findet eine über die Jahre gewachsene, lebendige Nachbarschaftsgemeinschaft vor, was ihm zeigt, dass das von Anfang an anvisierte Ziel erreicht wurde.

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Klaus Zoelzer
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