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Hier ist Purismus zu Hause

Neubau eines Einfamilienhauses im Umland von Köln

Haus G.D., gelegen in der ländlichen Gegend des Bergischen Landes, ist ein Beispiel für den... mehr

Haus G.D., gelegen in der ländlichen Gegend des Bergischen Landes, ist ein Beispiel für den zeitgemäßen architektonischen Umgang mit den vorherrschenden und vorgegebenen Bauformen und den dort weit verbreiteten Oberflächen Putz und Schiefer. Mit einer Wohnfläche von etwa 165 m2 und einem Gebäudevolumen von insgesamt rund 800 Kubikmeter entspricht das Einfamilienhaus den üblichen Flächenanforderungen junger Familien. Dank seiner Offenheit, der speziellen Nutzung des Lichts und der weitreichenden Ausblicke wirkt es jedoch deutlich großzügiger.

Indem das Einfamilienhaus die in seinem unmittelbaren Umfeld vorherrschende Dachform des Satteldachs adaptiert und die übliche Farbigkeit und Materialität zahlreicher Wohnhäuser im Bergischen Land übernimmt, reiht es sich somit harmonisch in seine Nachbarschaft ein. Von der Form des Satteldachs geprägt, übersetzt der Neubau des Einfamilienhauses durch seine in schwarz gehaltenen Putz- und Faserzementoberflächen Form und Farbigkeit in eine minimalistische Interpretation der vorherrschenden Bebauung.
Das Erdgeschoss ist einem Raster von 75 cm unterworfen. In diesem Raster wechseln sich die Faserzementtafel und die Fensterelemente ab. Trotz dieser Heterogenität bilden sie – aus der Ferne betrachtet – einen einheitlichen, geschlossen wirkenden Sockel. Auf diesem befindet sich der weiße Baukörper ohne Überstände und sichtbare Entwässerungselemente. Diese starke Reduktion und die gezielte Positionierung der Öffnungen sorgen für eine abstrakte Ästhetik. Die Öffnungen lassen viel Licht ins Innere und lenken die Blicke in die ansprechende Natur des angrenzenden Landschaftsschutzgebietes.
Im Inneren setzt dich das Motiv der Reduktion fort. Hier zeigt sich die auf wenige Oberflächen reduzierte klare Formensprache vor allem anhand einer minimalistischen Stahltreppe sowie einer Küche, die ihre Funktion verbirgt. Die Materialauswahl wurde auf eine minimale Anzahl beschränkt. Es herrschen weiße Oberflächen auch an sämtlichen Einbaumöbeln und der Küche vor. Der Boden wurde fast vollständig mit Industrieparkett ausgelegt. Die Bäder wurden an Boden und Wand mit großformatigen Platten in Farbe der Faserzementtafeln belegt. Die Materialübergänge sind bündig und ohne Fußleisten ausgearbeitet. Der ökologische und ökonomische Aspekt wurde durch wenige, bewusst gesetzte Öffnungen und hochwärmegedämmte Bauteile umgesetzt – mit dem Ziel, den Energiebedarf so minimal wie möglich zu halten. Die benötigte Wärmemenge wird durch den Einsatz einer Luftwärmepumpe und eines Heizkamins kostenbewusst und umweltfreundlich bereitgestellt. Zugleich reduzieren die großzügigen Öffnungen speziell in der Dachfläche und die Beleuchtung über LED und Niedrigenergieleuchtmittel ebenfalls die erforderliche Energiemenge. Somit deckt das Haus von der Gestaltung über die technischen Details bis hin zum ökologischen Aspekt alle Bereiche ab, die moderne Architektur ausmachen.

www.haeckpartner.de

Architekten: Häck Architektur www.haeckpartner.de Fotos: Detlef Podehl www.dpodehl.de mehr

Architekten:

Häck Architektur
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Fotos:

Detlef Podehl
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