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Flow Tower

Nach über 40 Jahren mit neuer Dynamik in die Zukunft

Wer lange nicht mehr im Stadtteil Bayenthal war, wird sich die Augen reiben: Seit den... mehr

Wer lange nicht mehr im Stadtteil Bayenthal war, wird sich die Augen reiben: Seit den 1970er-Jahren war das geschwungene Bürohochhaus des BDI (Bundesverband der deutschen Industrie) am linken Rheinufer ein gewohnter und vertrauter Blickfang – das ist es zwar immer noch, allerdings seit vergangenem Frühjahr im komplett neuen Gewand. Hinter der markanten Fassade des 12-geschossigen Hochhauses wird nun nicht mehr gearbeitet sondern gewohnt. Das Kölner Architekturbüro JSWD plante und realisierte im Auftrag der Tauton Beteiligungsgesellschaft, einer Projektgesellschaft der ABG-Gruppe und der Garbe Immobilien-Projekte GmbH, die umfassenden Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.

Nicht jedes Bürogebäude eignet sich zu Wohnzwecken. Doch das einst von Architekt Claus Winkler entworfene Gebäude hatte einen entscheidenden Vorteil. Das Tragwerk beschränkt sich auf Stahlstützen in der Fassadenebene im Raster von 1,60 m sowie auf zwei aussteifende Erschließungskerne in Stahlbeton im Zentrum bzw. an der südlichen Stirnseite des Baukörpers. So konnten vielfältige Wohnungstypen zwischen Fassade und Erschließungskernen angeordnet werden. Die Wände dieser Hauptkerne wurden zu damaliger Zeit mit einer aufwändig gestockten Sichtbetonoberfläche versehen. Der Erhalt der charakteristischen grobkörnigen Oberflächenstruktur sei hier nur als ein Merkmal der behutsamen Sanierung genannt. Nicht zu erhalten war hingegen die ursprüngliche Fassade. Aus bauphysikalischen, energetischen und funktionalen Gründen war eine neue Fassade vonnöten, die in ihrer Gestaltung an die Grundzüge der ehemaligen Fensterbänder erinnert und doch neu interpretiert wurde. Heute umgeben weiße Brüstungsbänder aus Metall das Gebäude, die sich auf den Längsseiten im Bereich der geschossweise versetzten Balkone nach außen wölben. Im Kontrast dazu wurden die geschlossenen Fassadenpaneele sowie die Fensterrahmen in einem zurückhaltenden, warmen Grauton ausgeführt. Denn die Form der Balkone solle sich konsequent einer gebogenen Formensprache bedienen und damit die Dynamik des neuen alten Wahrzeichens unterstreichen, so heißt es seitens der Architekten.

Hinter der lebhaften Fassade befinden sich insgesamt 132 zeitgemäße, helle Wohnungen mit Wohnflächen von 63 bis 226 m². Besonderheiten gibt es im Erdgeschoss und on Top: Das Angebot reicht von 13 dreigeschossigen „Stadthäusern“ bis zu vier großzügigen Penthäusern mit Dachterrassen im neuen Staffelgeschoss. Wie die Wahl auch ausfällt: weite Aussichten über den Rhein bis zum Siebengebirge, über den Kölner Süden oder Ausblicke in Gärten und Grünflächen werden garantiert. Und im Norden grüßt der Dom.

www.jswd-architekten.de

Architekten: JSWD Architekten GmbH & Co. KG www.jswd-architekten.de Fotos: Christa... mehr

Architekten:

JSWD Architekten GmbH & Co. KG
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Fotos:

Christa Lachenmaier