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Einmal auf links gedreht

Neuplanung einer Doppelhaushälfte

Auf einem recht prominenten Grundstück steht diese Doppelhaushälfte, die nach den Wünschen des... mehr
Auf einem recht prominenten Grundstück steht diese Doppelhaushälfte, die nach den Wünschen des Bauherrn durch eine konsequent moderne Ausrichtung der Innenraumgestaltung individualisiert werden sollte. Schnell war klar, dass hier intensiv um- und neugeplant werden musste, um dieses Ziel zu erreichen. Da weder die Fassadengestaltung noch das Volumen des Hauses verändert werden durfte, konzentrierten sich die Architekten auf die Innenraumgestaltung des Hauses.

Ziel war es hierbei, das Gegenteil der vorgesehenen Standardplanung zu erreichen. Der Bauherr wünschte sich eine größtmögliche funktionsgerechte Offenheit mit exakter Detailplanung und gehobener Ausstattung. Allerdings sollte keine laute Effekthascherei im Vordergrund, sondern vielmehr eine in sich klare Selbstverständlichkeit stehen. Um dies zu erreichen, wurde die gesamte Treppenanlage, die Geschossdecken, natürlich das offene Staffelgeschoss der Bauherren mit Schlaf- und Badbereich sowie alle Materialien und Oberflächen umgeplant. So wurden zum Beispiel Bäder mit farbigen Kassettenwänden entwickelt, die in jeder Etage einen anderen Look haben: Während das Gäste-WC im Erdgeschoss blau ist, wurde das Kinderbad mit grünen Farbtönen gestaltet. In der Eltern Bad-„Landschaft“ findet sich Echtholzfurnier. Auch „Kleinigkeiten“ wie die Garderobe wurden verändert: Anstatt einer Garderobe von 0,6 m Breite ist für diese dem Ausstattungsniveau des Hauses entsprechend eine Größe von 3,6 m eingeplant worden. „Im Prinzip wurde das Innenleben des Hauses komplett auf links gedreht und angemessene Grundrisse entwickelt“, so der verantwortliche Architekt Ben Borchmann. Darüber hinaus sollte die wunderschöne Lage des Hauses mit altem Baumbestand auf einem großen Grundstück ausgenutzt werden und der Bezug zum Außenraum in jedem Raum erlebbar sein. Gleichzeitig waren größere Wandflächen gewünscht, die Platz für großformatige Kunstwerke bieten. Die Umsetzung dieser Erwartungen gelangen, indem die Treppe konsequent umgestaltet wurde und seitlich durch eine Wandscheibe gleichbleibend breit vom Kellergeschoss bis ins Staffelgeschoss eingefasst wurde. Durch den Planungsauftrag, auch große Teile der Innenmöblierung zu entwerfen, konnten die Materialien mit den Oberflächen und Farben sehr genau aufeinander abgestimmt werden. Ein Großteil der Innenausbauten im Wohnbereich sowie die Türen, die maßgeschneiderte Küche und Teile der Badmöblierung stammen dabei von der Möbelschreinerei Koitka. Dabei kamen grundsätzlich nur Holz, Polyurethan-Beschichtung und Linoleum bzw. Schichtstoffplatten zum Einsatz. Außerdem zieht sich ein besonders hochfloriger Teppich im Erdgeschoss von der Eingangstür bis in den Garten. Dieser „Laufsteg“ bildet zugleich die Hauptachse für ein Lichtschienensystem, das die Kunst beleuchtet. So wird sofort beim Betreten des Hauses, dessen Umbau ein gutes Jahr dauerte, der individuelle Charakter deutlich.

www.koitka.de
www.architektur-borchmann.de
Architekten Architekturbüro Borchmann www.architektur-borchmann.de Fotos Markus Nilling... mehr

Architekten

Architekturbüro Borchmann
www.architektur-borchmann.de

Fotos

Markus Nilling
www.nilling.eu