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Drinnen und doch Draußen

Im neuen Zoo-Restaurant wird jeder Aufenthalt zum Naturerlebnis

Bei einem frisch gebrühten Cappuccino und einer ofenfrischen Brezel dem Treiben der schönen... mehr
Bei einem frisch gebrühten Cappuccino und einer ofenfrischen Brezel dem Treiben der schönen Flamingos zusehen? Der Kölner Zoo macht’s möglich. Im Mai 2014 wurde hier das neugestaltete Zoo-Restaurant eröffnet, hier ruhen sich die Zoobesucher aus und bleiben doch ganz nah dran an der Natur und den Tieren.

Konzipiert und entwickelt wurde die Neugestaltung von pier7 architekten, die es sich vor allem zur Aufgabe machten, den Aufenthalt im Restaurant organisch in das Naturerlebnis einzufügen. Dazu tragen zum einen überdimensionale Tierprints auf Wänden und Glasflächen bei, zum anderen aber auch das schlanke, fast unsichtbare Tragwerk des Gebäudes sowie die großzügigen Panoramafenster zum Zoogelände hin. So hat man selbst drinnen das Gefühl, draußen zu sein, und kann den freien, unverbauten Blick ins Grüne und zum Flamingo-Gehege genießen. Darüber hinaus wurden Nebenräume kompakt wegorganisiert und das Raumprogramm insgesamt neu geordnet. Sämtliche Personaleinrichtungen für die Mitarbeiter befinden sich nun im Untergeschoss auf einer Ebene, während Gäste-WC, Wasch- und Wickelräume barrierefrei im Erdgeschoss auf einer Ebene angeordnet sind. Durch den Umbau gelingt rein äußerlich ein harmonisches Gesamtbild. Zudem konnte im Inneren eine große Freiheit für viele Nutzungsanforderungen geschaffen werden. Je nach Anlass oder Gruppengröße lassen sich die Raumabschnitte flexibel kombinieren, wobei immer eine ansprechende Atmosphäre entsteht.

Neben dem Zoo-Restaurant ist zudem ein eigenständiger Event-Bereich für Veranstaltungen angelegt worden. Familien, Vereine oder Firmen können diesen besonderen Ort mieten und individuell bespielen. Bis zu 600 Personen finden bequem Platz, da sich Restaurant und Eventbereich mit wenig Aufwand kombinieren lassen. Auch große Reise- und Ausflugsgruppen können jetzt problemlos reservieren, um während des Zoobesuchs ihre Mittagspause gemeinsam zu verbringen.

Durch die konsequente Neukonzeption kann sich der Gast mit der Parklandschaft verbunden fühlen. Gleichzeitig profitieren die Restaurantbetreiber von kurzen Wegen, einer hohen Flexibilität der Räumlichkeiten und einer maximalen Auslastung. Alexander Pier von pier7 architekten nennt das den gebauten Service-Gedanken: „Im Zoo-Restaurant gibt es rein gar nichts, was zufällig so wäre. Die Akustikelemente ermöglichen nicht nur indirektes und damit stimmungsvolles Licht, sondern kaschieren gleichzeitig notwendige Technik. Der Serviceblock ist zugleich Raumteiler, Lagerfläche und schluckt nebenbei Versorgungsbausteine wie Anschlüsse, Leitungen, Klimaanlage, Sicherungen oder ähnliches. Gewollt ist die Zurückhaltung der Einrichtung, da sich durch die exponierte Lage die Atmosphäre von draußen nach drinnen überträgt und die Natur bis an den Tisch gebracht wird.“

Schon im ersten Jahr ist der Event-Bereich gut gebucht. Kleinere Festivitäten für 20 Personen sind genauso willkommen wie Tagungen, Kongresse oder Workshops. Zoo-Vorstand Christopher Landsberg kommentiert: „Wir hatten viele Anfragen für Events, aber nie einen vernünftigen Raum, so mussten viele Veranstaltungen abgesagt werden“.

Auch in Punkto Umweltschutz hat sich im Zoo-Restaurant eine Menge getan: durch die energetische Grundsanierung entsprechen Zoo-Restaurant und Event-Bereich heute einem Neubaustandard, was zur Folge hat, dass Energiekosten deutlich niedriger und die Ökobilanz wesentlich positiver ausfallen.

www.pier7-architekten.de
Architekten: pier7 architekten BDA www.pier7-architekten.de Fotos: Michael Reisch... mehr

Architekten:

pier7 architekten BDA
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Fotos:

Michael Reisch
www.michaelreisch.net