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Bonns fünfte

Sechszügige Gesamtschule vereint Traditions- und Neubauten

Die Schullandschaft in Bonn wird größer. Grund hierfür ist die Gründung der sechszügigen... mehr

Die Schullandschaft in Bonn wird größer. Grund hierfür ist die Gründung der sechszügigen Gesamtschule „Bonns 5.“ auf dem Gelände der ehemaligen Theodor-Litt-Schule und Gottfried-Kinkel-Schule in Bonn-Kessenich. Da es sich hierbei um einen Schulstandort handelt, der auf eine jahrzehntelange Schultradition zurückblickt, ist er von zum Teil denkmalgeschütztem Gebäudebestand der 1950er- und 1960er-Jahre geprägt. Was einerseits schön ist, stellte andererseits eine Herausforderung für die beiden beauftragten Architekturbüros Fischer + Fischer Architekten sowie 3pass Architekten Stadtplaner dar. Schließlich galt es, einen adäquaten „neuen“ Lernort für die neugegründete Gesamtschule „Bonns 5.“ auf dem weitläufigen Schulgrundstück zu schaffen.

Nach umfangreichen Vorstudien fiel die Wahl auf einen Schulcampus, der drei Neubauten und zwei Bestandsgebäude umfasst. In den Neubauten sind der Fachklassentrakt mit Verwaltung, Mensa und Bibliothek, ein Klassentrakt und eine Dreifach-Sporthalle untergebracht. Die Bestandsgebäude beherbergen die Klassentrakte für die Sekundarstufen I und II. Die Gebäude arrondieren das Grundstück nach außen, besetzen Ecken und Kanten und fügen sich harmonisch und maßstäblich in das Quartier ein.

Der Idee eines Schuldorfes folgend sind die fünf Schulhäuser als eigenständige, miteinander korrespondierende Gebäude konzipiert. Der Freiraum wird durch die gewinkelten, polygonalen Baukörper und deren Setzung als Raumkontinuum aus Enge und Weite mit interessanten Blickbeziehungen erlebt – gleich einer Abfolge von Platzräumen, die den Schulhof in unterschiedliche Bereiche und Aktionsflächen gliedert. Die äußere Erschließung sämtlicher Schulhäuser erfolgt über den zentralen Schulhof, der dem Ensemble eine räumliche und funktionale Mitte gibt.

Die innere Erschließung der Neubauten setzt das freiräumliche Gestaltungsprinzip der Raumabfolgen fort: Flure weiten und verengen sich und schaffen so spannungsvolle Räume unterschiedlicher Aufenthaltsqualität. Die Neubauten, deren Flachdächer extensiv begrünt werden, erhalten eine Verkleidung aus beige-grauen Klinkerriemchen, welche die Struktur und Färbung des denkmalgeschützten Theodor-Litt-Schulgebäudes aufnimmt. Nachdem die drei Neubauten in einem ersten Bauabschnitt zeitgleich errichtet wurden, werden in einem weiteren Bauabschnitt die beiden Bestandsschulgebäude nach erfolgter Schadstoffsanierung energetisch und brandschutztechnisch ertüchtigt sowie umgebaut.

www.3pass.de


Fotos:

juergen-schmidt-fotografie.de