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Aus Alt wird Neu

Erweiterung eines Hauses aus den 1920er-Jahren

Mehr Platz zum Leben, einen puristischen Stil und die Beibehaltung der Architektur des Hauses –... mehr

Mehr Platz zum Leben, einen puristischen Stil und die Beibehaltung der Architektur des Hauses – das waren die Vorgaben der Eigentümer, als sie den Architekten Rudolf Weitz mit der Wohnhauserweiterung beauftragten. Dabei sollten die vorhandenen Bauteile durch eine entsprechende Sanierung, beziehungsweise Restaurierung, beibehalten werden. Zudem waren klare kubische Baukörper mit weißgeputzter Außenfassade sowie eine Beschränkung auf wenige sorgfältig verarbeitete Materialien gewünscht. Nach Erstellung eines Gutachtens über die vorhandene Bausubstanz sowie die Ermittlung des Verkehrswertes der Bestandsimmobilie erfolgte die Beauftragung zur Erstellung eines Planungskonzeptes zum Umbau und zur Erweiterung sowie zur energetischen Sanierung des Objekts.

„Das Wohnhaus gehört zu jener Architektur der 1920er-Jahre, in der wir heute wieder Qualitäten sehen“, so der Architekt. Durch den Umbau wurde eine moderne Ausstattung auf hochwertigem Niveau erreicht, die gleichzeitig den Charme des Altbaus erhält. Dabei wandelte der Architekt die damals üblichen kleinteiligen Strukturen durch Grundrissveränderungen in offene, großzügige Raumfolgen um und erweiterte diese durch einen eingeschossigen Anbau.

Mit Hilfe dieser Maßnahmen öffnet sich der Wohnraum durch eine Glaswand mit breiter Schiebetür weit zum Garten hin. Daran schließt sich die Terrasse an, die gut geschützt unter dem auskragenden Flachdach liegt und somit ein Beispiel für einen perfekten Außenbezug darstellt. Großzügige Oberlichter in den Seitenwänden sorgen für gute Lichtverhältnisse und lassen das zum Wohnraum in Sichtbeton belassene Flachdach schwebend erscheinen. Auch die Küche profitiert durch ein langes Glasband, das für genügend Hellig­keit sorgt. Der Wohnraum als Halle mit wenigen Materialien erhält durch die in Sichtbeton belassene Decke den gewünschten puristischen Stil. Zur Straßenseite bieten elektrisch betriebene Holzschiebeläden effektiven Sonnenschutz und geben dem Haus ein Gesicht.

„In der Wohnhausarchitektur geht es meines Erachtens immer zuerst um den Wohlfühlaspekt“, so der Architekt Rudolf Weitz. „Diesen erzeuge ich mit Raum und Proportion sowie durch eine sorgfältige Materialauswahl und durchdachte Haustechnik“, erläutert er weiter seine Zielsetzung. Darüber hinaus spielen neben dem Wohlfühlaspekt auch nachhaltig geringe Energiekosten eine wesentliche Rolle, die in diesem Fall durch ein ausgeklügeltes Energiekonzept erzielt werden. Dabei führt die Kombination aus Brennwerttechnik, kontrollierter Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und Erdreichwärmetauscher zu einem hohen Wohnkomfort. Die Verbindung aus dem bestehenden 20er-Jahre Gebäude und dem neuen Anbau, welcher im Bauhausstil gehalten wurde, stellt eine gelungene Symbiose zwischen Alt und Neu dar.

www.architekt-weitz.de

Architekt: Rudolf Weitz www.architekt-weitz.de Fotos: Rudolf Weitz mehr

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Rudolf Weitz
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