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Alles unter einem Dach

World Conference Center Bonn: ein modernes Konferenzzentrum im ehemaligen Regierungsviertel

Die Stadt Bonn wird mit ihrem neuen Kongresszentrum gestalterisch und funktional den Aufgaben als... mehr
Die Stadt Bonn wird mit ihrem neuen Kongresszentrum gestalterisch und funktional den Aufgaben als UN-Standort vollends gerecht. Platz für die UN, einem der Nutzer des World Conference Center Bonn (WCCB), ist genug da: Neben dem größten Konferenzsaal mit einer beachtlichen Fläche von 2.600 m2 gibt es acht weitere Konferenzräume, Büros, eine Club-Lounge mit Dachterrasse, einen Backstage-Bereich, eine Regenerationsküche für den Caterer sowie das große Foyer, das zum charakteristischen Merkmal des WCCB geworden ist. Zur Vollendung gebracht wurde das dreigeschossige Gebäude mit insgesamt rund 20.000 m2 Nutzfläche von dem Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner sowie der Inros Lackner SE. Doch bis es soweit war, mussten einige Umwege gegangen werden.

Soviel sei gesagt, der ursprüngliche Entwurf stammt aus einem Wettbewerb im Jahr 2004, den yes architecture für sich entschieden. Die gesamte Architektur inklusive Außenraumgestaltung wurde festgesetzt, das Projekt nahm seinen Lauf bis über das Richtfest hinaus ins Jahr 2009, doch dann wurden die Bauarbeiten eingestellt und erst drei Jahre später, Ende 2012, wieder aufgenommen – unter der besagten neuen Federführung. Die Architekten von Heinle, Wischer und Partner stellten sich nach der Beauftragung zunächst folgende Fragen: „Wie vollendet man ein Gebäude, für das keine Bestandspläne vorliegen? Wie erfasst man die verschiedenen Bestandteile des Hauses, die begonnen wurden und deren Zustand nicht bekannt ist?“. Nach umfassender Bestandsaufnahme, sorgfältiger Bewertung der geforderten Qualität und dem teilweise notwendigem Rückbau fertiggestellter Bauteile konnte wieder der Blick vollständig in die Zukunft gerichtet werden.

Gemeinsam mit dem Betreiber BonnCC und der Bundesstadt Bonn diskutierten die neuen Generalplaner die in der Zwischenzeit weiter entwickelten technischen Anforderungen an ein modernes Konferenzzentrum; die Innenräume wurden hinsichtlich der Oberflächen neu konzipiert, und der bestehende Entwurf wurde mit zurückhaltenden Materialien ergänzt und neu gestaltet. Den größten baulichen Eingriff stellten die Oberflächen in den öffentlichen Bereichen dar sowie die Anforderung, den großen Konferenzsaal mit seiner Fläche von 2.600 m² teilbar zu machen. Zu diesem Zweck planten die Architekten eine 56 t schwere mobile Trennwandanlage, die variable, akustisch getrennte Raumgrößen ermöglicht. Blickfang ist und bleibt das Foyer, dessen Dach in einer Stahl-Glas-Konstruktion aus verschiedenen zueinander geneigten Dreiecken einen „Kristall“ formt – ein erfolgreicher Abschluss mit Hindernissen. Dank enger Abstimmungen mit dem Abnahmebehörden sowie des persönlichen Einsatz der Objektüberwachung von Heinle, Wischer und Partner konnte das WCCB zum (zweiten) vereinbarten Termin im vergangenen Jahr pünktlich eröffnen.

www.heinlewischerpartner.de
Architekten: Heinle, Wischer und Partner www.heinlewischerpartner.de Fotos: Sebastian... mehr

Architekten:

Heinle, Wischer und Partner
www.heinlewischerpartner.de

Fotos:

Sebastian H. Schroeder
www.shschroeder.com