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Behelfsheime in Hamburg

Fotoausstellung von Enver Hirsch und Philipp Meuser vom 19. September bis 17. Dezember 2020

Vorschau: Behelfsheim_print_01

Aus der Arbeit „Behelfsheim“ von Enver Hirsch & Philipp Meuser.

Vorschau: Behelfsheim_print_02

Aus der Arbeit „Behelfsheim“ von Enver Hirsch & Philipp Meuser.

Vorschau: Behelfsheim_print_03

Aus der Arbeit „Behelfsheim“ von Enver Hirsch & Philipp Meuser.

Vorschau: Behelfsheim_print_05

Aus der Arbeit „Behelfsheim“ von Enver Hirsch & Philipp Meuser.

Vorschau: Behelfsheim_print_07

Aus der Arbeit „Behelfsheim“ von Enver Hirsch & Philipp Meuser.

Vorschau: Behelfsheim_print_08

Aus der Arbeit „Behelfsheim“ von Enver Hirsch & Philipp Meuser.

Während und kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs entstanden im zerstörten Hamburg tausende von Behelfsheimen inmitten von Kleingartenvereinen, da diese vom Bombardement der Alliierten weitgehend verschont geblieben waren. Konstruiert aus Trümmern oder einfachsten Baumaterialien in Form des standardisierten Reichseinheitstyps, haben die meisten dieser Häuser seit ihrer Entstehung eine stetige bauliche Veränderung erfahren, um sie strukturell oder räumlich aufzuwerten.

Die ErstbewohnerInnen und ihre Nachkommen wurden mit einem lebenslangen Bleiberecht ausgestattet, aber die Zeit der Behelfsheime geht nun langsam dem Ende entgegen, da diese Wohnform nicht länger geduldet wird: Hamburgs Bevölkerungszahl wächst stetig, Wohnraum in der Stadt wird zunehmend knapper und das dauerhafte Wohnen in Schrebergärten ist den Behörden ein Dorn im Auge. Nach dem Tod oder Auszug der BewohnerInnen werden die Häuser abgerissen oder auf die Größe einer Schrebergartenlaube zurückgebaut.

Die Fotoarbeit beschäftigt sich mit den Innen- und Außenräumen dieser letzten noch existierenden Behelfsheime. Sie dokumentiert einen Häusertyp und dessen Materialität, bei dem Nachkriegsgeschichte sichtbar wird, und sie ist die letztmögliche Dokumentation eines Provisoriums, welches die Zeit bis heute überdauert hat.

Enver Hirsch, geboren 1968 in Hamburg, studierte von 1989 bis 1992 Fotografie am Bournemouth and Poole College of Art and Design. Seit 1994 wird seine Arbeit international ausgestellt und in Büchern und Magazinen veröffentlicht. 2018 co-kuratierte er die Off-Triennale-Ausstellung „Sightseeing the Real“. In seinen persönlichen Projekten beschäftigt er sich meist mit den absurden Spuren, die Menschen im Laufe ihres urbanen Lebens zurücklassen. Enver Hirsch lebt und arbeitet in Hamburg.

Philipp Meuser, geboren 1986 in Hamburg, hat Fotografie an der HAW Hamburg studiert. Er hat  dokumentarische Fotoprojekte in Israel, Spanien, den USA und Deutschland realisiert. Seine Arbeiten werden international ausgestellt und erscheinen in zahlreichen Magazinen. 2018 co-kuratierte er die Off-Triennale-Ausstellung „Sightseeing the Real“. Er ist Teilnehmer bei „Parallel-European Photo Based Platform“ und erhielt zuletzt ein Arbeitsstipendium der Claussen-Simon-Stiftung. Philipp Meuser lebt und arbeitet in Hamburg.

Ausstellung vom 19. September bis 17. Dezember 2020

Ort:
FREELENS Galerie
Alter Steinweg 15
20459 Hamburg

freelens.com

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