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Wirtschaftliche Dynamik trifft Attraktivität

Trends am Markt der Hansestadt

Hamburg zählt rund 1,8 Millionen Einwohner und ist ungebrochen einer der beliebtesten deutschen... mehr
Hamburg zählt rund 1,8 Millionen Einwohner und ist ungebrochen einer der beliebtesten deutschen Wohnstandorte. Gemeinsam mit Berlin zeigt die Hansestadt im Vergleich zu den anderen fünf deutschen Top-Standorten in allen Teilsegmenten die höchste Immobilienpreisentwicklung. Dementsprechend sind innerhalb der letzten zehn Jahre beispielsweise die Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser um nahezu 50 Prozent gestiegen. Allein im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Quadratmeterpreis um acht Prozent, in Teilsegmenten um bis zu 30 Prozent. Auch der Vermietungsmarkt zeigt trotz Mietpreisbremse wenig Beruhigung. So stieg die Durchschnittsmiete für frei finanzierten Wohnraum im Vergleich zum Jahr 2015 um etwa fünf Prozent auf knapp über 12 Euro pro Quadratmeter.

Das Bevölkerungswachstum, ein niedriges Zinsniveau und die fehlenden Anlagealternativen sorgen weiterhin für eine hohe Immobiliennachfrage, besonders in zentrumsnahen Stadtteilen wie Harvestehude, Uhlenhorst, Rotherbaum, Hafencity, St. Pauli und St. Georg. Bei nationalen und internationalen Anlegern zählt Hamburg zu den wichtigsten Standorten. Entsprechend stieg das Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2016 erneut um sechs Prozent und erreichte eine Höhe von circa 2 Milliarden Euro. Die beliebteste Immobilien-Assetklasse ist der Büroimmobiliensektor, gefolgt von Einzelhandelsflächen mit einem Anteil am Gesamtvolumen von 15 Prozent. Stark zeigt sich der Hotelmarkt mit einem Anteil von elf Prozent. Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien sinken dieses Jahr weiter aufgrund der gegenwärtigen Marktsituation. In absoluten 1A-Büro-Lagen fällt sie derzeit auf bis 3,7 Prozent.

Ausblick: Im Wohnimmobiliensektor zeichnet sich durch die bereits beschriebene hohe Dynamik in zentralen Quartieren allmählich eine Verlagerung in Richtung der so genannten B-Lagen ab. Gerade Stadtteile im Osten wie Wandsbek, Hamm, Rothenburgsort oder im Süden wie Wilhelmsburg werden von diesem Trend profitieren. Hier gibt es noch freie Flächen zur Nachverdichtung sowie Entwicklungspotenziale. Im Bürosektor werden die im Bau befindlichen Gebäude kaum für Entlastung sorgen. In den nächsten zwölf Monaten werden über 400.000 Quadratmeter bezugsfertige Büroflächen errichtet. Über 60 Prozent davon sind bereits vorvermietet und gelangen somit nicht auf den freien Mietmarkt.

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