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Wie sieht ein Ort der Ruhe aus?

Studenten präsentieren unterschiedlichste Entwürfe zum Thema Ruhe

Die Absolventen der HCU Hamburg fertigten im Rahmen ihrer Bachelor-Thesis zum Thema RELAX******,... mehr

Die Absolventen der HCU Hamburg fertigten im Rahmen ihrer Bachelor-Thesis zum Thema RELAX******, interessante Projekte, unter der Betreuung von Prof. Anne Rabenschlag und Lars Wittorf an, des Weiteren agierte Prof. Bernhard Winking als Gastkritiker. In Kooperation mit der Speicherwerkstatt stellten die Studenten ihre Entwürfe aus. Bei der Aufgabe ging es darum, ein Grundstück zu suchen, das eine einzige Voraussetzung erfüllt: Ruhe. Anschließend sollten die Studenten ein Konzept für einen Rückzugsort aus dem Alltag entwickeln und ein Gebäudeensemble mit ca. zehn kleinen komfortablen und funktionalen Einzelhäusern von jeweils ca. 20 bis 28 m² Wohnfläche entwerfen. Zugleich sollte ein Servicegebäude integriert sein. Einige der entstandenen Arbeiten sollen hier kurz vorgestellt werden:

Projekt 01: Diese Anlage befindet sich auf Hiddensee. Gründe für die Ortswahl liegen vor allem in der Abgeschiedenheit und dem Verbot des privaten Autoverkehrs auf der Insel. Auf einer Anhöhe befindet sich das Haupthaus, das durch die räumliche Aufspaltung den Anschein eines Dorfes erweckt und sich in die vorhandenen Strukturen einpasst. Vom „Dorfkern“ entfernen sich die Einzelhäuser, die sich im Abstand zueinander immer mehr auflösen. Im Gegensatz zu der offenen Gestaltung des Haupthauses erscheinen die Individualhäuser sehr verschlossen. Lediglich zum Himmel und zum Wasser hin öffnet sich die Fassade. Um einen Raum im Freien zu schaffen, kann sich der Gast hinter den Lamellen im Freien aufhalten, ohne das Gefühl zu verlieren, sich im Schutze des Hauses zu befinden.

Projekt 02: Heimat dieser Anlage ist ein Waldgrundstück am Schmalen Luzin. Die Studenten haben sich auf das Innehalten des Geistes konzentriert und dieses „ich“ im Zentrum des Gebäudes als „Block“ dargestellt. Ein Möbel, in dem auf verschiedenen Ebenen geschlafen, geduscht, gegessen und gekocht werden kann. Alles was das „ich“ benötigt, kann in, auf und um diesen „Block“ herum ausgeführt, verstaut und gefunden werden. Rundrum sind Schiebetüren angeordnet, so dass sich das „ich“ öffnen und seinen Rückzugsort je nach Bedarf erweitern kann, während die unregelmäßig angeordneten Leisten immer noch gewissen Sichtschutz bieten. Durch die Art und Weise der Holzkonstruktion entsteht ein fließender Übergang vom „ich“ zu seiner Umwelt. Wichtig war, dass sich der Rückzugsort möglichst unauffällig im Wald verbirgt, ohne dabei unnötig stark in die Natur einzugreifen.

Projekt 03: Die Idee einen Ort zwischen Leistungsdruck und Ruhe zu entwickeln, bildete die Grundlage dieses Entwurfes. Die Stadt Hamburg ist reich an Grünflächen, die der Erholung und der Verbesserung des innerstädtischen Lebens dienen sollen. Einige von ihnen sind allerdings durch die umgebende Umwelt in ihrer Funktion gestört. Wie der alte Elbpark in der Nähe der Reeperbahn auf St. Pauli, ein Stadtteil der ein Synonym für die heutige Schnelllebigkeit sowie den ständigen Wandel unserer Gesellschaft ist. Durch den Entwurf wird ein Ort der Ruhe für jedermann geschaffen, indem die vorhanden Potenziale des öffentlichen Raumes genutzt und gestärkt werden.

Projekt 04: Der ausgewählte Ort quillt über von haptischen Erfahrungen – ist Schlaraffenland haptischer Exkursion. Wald, Erde, Moos, Wasser, Grün, Felsen, Kreide, Kies, Sand, Meer – alles ist hier vorhanden und steht jedem zur persönlichen Wahrnehmung bereit. Hier sollte ein Gebäude entstehen, das sich der Erscheinung des Waldes gegenüber zu stellen vermag. Um dies zu erreichen, wurde als Material Beton gewählt, der sich klar vom filigranen Wald abgrenzt und in die Farbe der im Seewind grau gefärbten Bäume getaucht wird, die hier diesen Ort prägen. Um keinen Eindruck eines Fremdkörpers entstehen zu lassen, entwickelten die Studenten Bauformen, die sich dem Ort anpassen, gleichzeitig aber für sich selbst stehen und einen eigenen Charakter prägen.

www.hcu-hamburg.de
www.speicherwerkstatt.de

Projekt 1: Ruhe auf Hiddensee Falko Landenberger & Sarah Schrodt Projekt 2: Das... mehr

Projekt 1:

Ruhe auf Hiddensee
Falko Landenberger & Sarah Schrodt

Projekt 2:

Das Innehalten des Geistes stand bei dieser Idee im Fokus
Eileen Risse & Hanna Noller

Projekt 3:

Dieser Entwurf sollte zugleich Urbanität und die Möglichkeit bieten, einen neuen Ort der Ruhe zu schaffen.
Anna-Lena Vogt & Moritz Seitz

Projekt 4:

Wie kann man einen Ort, der pure Ruhe ausstrahlt, nutzen, ohne ihn zu zerstören – war die Frage hinter diesem Konzept.
Anna Mass & Ferdinand Schaefer

www.speicherwerkstatt.de