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Vom weitererzählen

Zum 250-jährigen Jubiläum restauriert die Patriotische Gesellschaft ihr Haus im Zentrum der Stadt

Das Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765 ist eines der bedeutenden Baudenkmäler Hamburgs.... mehr
Das Haus der Patriotischen Gesellschaft von 1765 ist eines der bedeutenden Baudenkmäler Hamburgs. Fast 600 Jahre lang stand hier das Hamburger Rathaus, bis es während des Großen Brandes 1842 gesprengt wurde. Kurze Zeit später überliess der Rat der Stadt der Patriotischen Gesellschaft das Grundstück am Nikolaifleet und Theodor Bülau errichtete das neue Haus. 1924 erfolgte eine expressionistische Aufstockung um 4 Geschosse durch Klophaus & Schoch mit grundlegendem Umbau und Neugestaltung des Innenbereichs. Nach der Zerstörung 1943 begann 1945 der Wiederaufbau durch Friedrich Ostermeyer mit dem Ziel einer „schlichten und funktionalen Gestaltung“.

Die jetzige bauliche Entwicklung steht in diesem Kontext und vor dem Hintergrund der angestrebten Neupositionierung der Patriotischen Gesellschaft und wurde vom Architekten Joachim Reinig vom Büro Plan-R- umgesetzt. Das Leitkonzept für das Gebäude lautet „Bewahren und Weitererzählen – die Reintegration des Gebäudes in die Stadt“. Um die Innen- und Außenbeziehungen zu stärken und das Gebäude im Zentrum der Stadt zu verorten, wurden Türen und Fenster im EG in Anlehnung an den Zustand von 1847 wieder transparent gestaltet. Jetzt sind im Restaurant wieder die neogotischen Backsteingewölbe auch von außen erlebbar. Der Straßenraum mit der Außengastronomie wurde im Rahmen des BID Nikolaiquartier neu gestaltet. Die feinen Details des Innenausbaus der Nachkriegsmoderne wurden restauriert. Die Kaimauer am Nikolaifleet wurde statisch gesichert. Der Keller barg einige bauliche Schätze, das Säulenzimmer wurde in der ursprünglichen Geometrie wiederhergestellt. Die Sanierung des Gebäudes erfolgte in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt und wurde durch Zuwendungen der Bürgerschaft, Fördermitteln von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Hamburger Sparkasse, dem Denkmalamt, der Stiftung Denkmalpflege und Eigenmitteln ermöglicht. Sie wurde begleitet durch intensive interne und öffentliche Diskussionen über Denkmalschutzfragen und das Verhältnis von „Bewahren und Erneuern“.

www.plan-r.net
Architekten: www.plan-r.net Fotos: Jan Rasmus Lippels www.frische-fotografie.de... mehr

Architekten:

www.plan-r.net

Fotos:

Jan Rasmus Lippels
www.frische-fotografie.de Joachim Reinig
www.plan-r.net