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Farbe, Licht und ein ungewöhnlicher Blick auf die Elbe in der Altonaer Unterführung

Die Aufwertung des Bereiches der Unterführung durch Renner Hainke Wirth Architekten ist ein... mehr
Die Aufwertung des Bereiches der Unterführung durch Renner Hainke Wirth Architekten ist ein wichtiger Beitrag, um die getrennten Stadtteile in der Mitte Altonas besser zu verbinden und zugleich den Zugang zum unterirdischen Teil des Bahnhofs Altona ansprechender zu gestalten. Auch die Oberflächen wurden neu gestaltet und zwei Kioskbauten in den Kopfbereichen integriert. Die Ostrampe wurde für eine angenehmere Steigung verlängert.

Der Bodenbelag aus mehrfarbigen Pflasterklinkern im Fischgrätverband im Unterführungsbereich greift die traditionelle Altonaer Pflasterung auf und verbindet Ottenser Hauptstraße und Große Bergstraße auch optisch durch das einheitliche Material. Stufen und Einfassungen sind kontrastierend in hellem Granit hergestellt. Die Wandflächen erhielten neue hellere, ebenfalls mehrfarbige Klinker. Die Tunneldecke wurde weiß gestrichen, marode Leuchtkästen demontiert und durch weiß beschichtete Bleche mit gelaserter und goldfarben hinterlegter Schrift ersetzt. Die gesamte Decke erscheint als durchlaufendes Band und leitet wie selbstverständlich hinein. Mit dem bewusst dunkler gewählten Bodenbelag wird eine optische Weitung des Tunnelbereichs erzielt.

Herausragendes Gestaltungselement ist eine vorgehängte Konstruktion aus goldfarbenen, organisch geschwungenen Aluminiumlamellen an der Südwand. Die beiden Kioske bilden den östlichen und westlichen Auftakt der neu gestalteten Unterführung. Die hinterleuchtete Lamellenwand schafft einen wirkungsvollen Kontrast zum massiven Tunnelbauwerk. Der goldgelbe Farbton verleiht der Unterführung eine freundliche, warme Atmosphäre. Die Kontur abstrahiert – ohne sich dem Betrachter auf den ersten Blick zu erschließen – das Flussbett der Elbe im Hamburger Stadtgebiet. Durch die wechselnden Eindrücke verkürzt sich der gefühlte Weg durch die Unterführung. Vandalismus zu minimieren, war der Leitgedanke für die helle, freundliche Gestaltung. Insbesondere die Auflösung der Wandfläche in künstlerisch gestaltete Lamellen soll ein Plakatieren oder Besprühen unattraktiv erscheinen lassen.

Die Idee der früher vorhandenen wechselnden Marktstände wurde aufgenommen und in die Form eines definierten, funktional optimierten und gestalterisch ansprechenden Rahmens transformiert. Trotz festen Einbaus entsteht der Eindruck einer leichten temporären Einrichtung. Die Unterteilung in zwei Ladeneinheiten pro Kiosk ermöglicht Vielfalt im Warenangebot. Die vordere Glasfassade wird durch Schiebeelemente großflächig geöffnet, damit die Händler sich wie bisher mit ihrer Ware nach außen zu den Kunden präsentieren können.

www.rhwarchitekten.de
Architekten: Renner Hainke Wirth Architekten www.rhwarchitekten.de Fotos: Jochen Stüber mehr

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Renner Hainke Wirth Architekten
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Fotos:

Jochen Stüber