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Spannungsvolle Harmonie

Atelierhaus in Altona ergänzt historisches Fabrikensemble

Ein fünfgeschossiger Kopfbau aus Sichtbeton von ppp Architekten und Stadtplaner GmbH ergänzt... mehr

Ein fünfgeschossiger Kopfbau aus Sichtbeton von ppp Architekten und Stadtplaner GmbH ergänzt jetzt mit Ateliers und Werkstätten die Flächen im Torso der ehemaligen Goldleistenfabrik von 1900 in der Gaußstraße in Altona. Der im Originalzustand erhaltene Flügel vermittelt zeittypisch mit seiner gegliederten und dezent ornamentierten Ziegelfassade mit Stahlsprossenfenstern seine industrielle Herkunft.

Der neue rund 500 m² große Baukörper schließt die im Krieg entstandene Baulücke, die durch Zerstörung des Mittelteils der Fabrik entstand, nicht in Gänze. Eine Wiederherstellung des ehemals geschlossenen Blocks war aus mehreren Gründen nicht gewünscht. Zum einen sollten die ungleichen, baulich sehr unterschiedlichen Flügel der ehemaligen Gesamtanlage nicht verbunden werden, denn im stark überformten Nachbargebäude wird mittlerweile ausschließlich gewohnt. Zum anderen sollte sich der Hofraum weiterhin durch die Lücke nach Süden zur Gaußstraße öffnen. In Ziegel weiterzubauen wurde verworfen: Das zeitgemäße Material Beton soll Ergänzung und Weiterbauen thematisieren.

Neubau und Baulücke befinden sich genau im Knick der Gaußstraße. Durch seine um ein Geschoss erhöhte kompakte Baumasse wirkt der Neubau daher aus beiden Richtungen als Gelenk und visueller Endpunkt des Straßenraums. Die bündig eingesetzten Übereckfenster leiten vom Straßen- zum Hofraum über. Die flächige Wirkung des Baukörpers steht im Gegensatz zu den Unterschnitten und der durch einen Rahmen eingefassten Dachterrasse. Sockel und Dach werden damit wie im Bestand thematisiert. Die rückseitige Erschließung des Altbaus erfolgt über einen vor zehn Jahren errichteten vorgestellten Laubengang und ein Treppenhaus aus Betonfertigteilen. Der Laubengang wurde verlängert und bindet auch den Neubau an.

Alle Oberflächen wurden innen wie außen aus sichtbar belassenen Beton-Thermowänden hergestellt. Innen-und Außenschale aus Halbfertigteilen werden durch Glasfaseranker thermisch getrennt. Die Doppel-Filigranwand verfügt über eine Kerndämmung und wurde vor Ort ausbetoniert. Unbehandelte hölzerne Dielenböden und wenige weiß gespachtelte und gestrichene Wände stehen im Kontrast zum vorherrschenden Material Beton.

www.ppp-architekten.de

Architekten: ppp Architekten und Stadtplaner www.ppp-architekten.de Tragwerksplanung:... mehr

Architekten:

ppp Architekten und Stadtplaner
www.ppp-architekten.de

Tragwerksplanung:

Cornelius Back
www.ing-back.de

Rohbau:

MAAD Bauunternehmen
www.maad-gmbh.de
VETRA Betonfertigteilwerke
www.vetra.de

Metallbau:

WM Metall
www.wm-metall.com

Haustechnikinstallation:

Burmester
www.burmester-haustechnik.de

Elektroinstallation:

Rolf Warmer
www.elektro-warmer.de

Fotos:

Stephan Baumann
www.bild-raum.com