Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Schmetterlinge und Walnüsse

Familiengerechtes Wohnen im Grünen

Das Quartier „Kleine Horst“ ist Teil der neuen Bebauung des ehemaligen Anzuchtgartens am... mehr

Das Quartier „Kleine Horst“ ist Teil der neuen Bebauung des ehemaligen Anzuchtgartens am nördlichen Rand des Ohlsdorfer Friedhofs. Auf gut 9 ha entstanden zwischen den großen Grün- und Naherholungsräumen Alstertal und Ohlsdorfer Friedhofspark 220 vielfältige Wohneinheiten für Familien. Das Gebiet ist geprägt durch eine offene Oberflächenentwässerung über Rinnen, Mulden und Gräben.

Der hier vorgestellte Bereich umfasst 22 Wohneinheiten in drei Haustypen, die von Renner Hainke Wirth Architekten entworfen wurden. Die Häuser gruppieren sich um drei mächtige, alte Walnussbäume, die unter Schutz stehen. Dieser Anger bildet das Zentrum des Teilquartiers. Brücken über die umlaufenden Regenmulden verbinden die Straße mit Wegen und Gärten und schaffen eine besondere Qualität des Zugangs zu den Häusern.

Die Schmetterlingshäuser erinnern mit der geschwungenen Fassade und dem leicht anmutenden Dach an die aufgeschlagenen Flügel eines Schmetterlings. Charakteristisch sind die freigestellten Gebäudeecken mit den verglasten Erkern. Zur Straße und zum Garten sind ebenerdige Freiflächen vorgelagert. Die 16 Schmetterlingshäuser in zwei Varianten wurden weiß verputzt und mit Fassadenelementen in dunkler Holzoptik strukturiert. Typ A ist dreigeschossig mit Staffelgeschoss und zwei Dachterrassen. Auf 7 m Breite bietet jedes Haus sechs Zimmer auf 174 m². Der zweigeschossige Typ B ist unterkellert, die Räume im Souterrain werden durch eine großzügige Abböschung belichtet. Diese Häuser verfügen über sechs Zimmer auf 155 m².

In den lichtdurchfluteten Schmetterlingshäusern wird der Essplatz als Mittelpunkt des Zusammenlebens durch einen Luftraum inszeniert. Der Wohnbereich öffnet sich großzügig zum Garten. Die Individualräume im ersten OG sind gleichwertig nach Osten, Süden oder Westen orientiert. Alle Bäder können zum angrenzenden Raum geöffnet werden und haben die Großzügigkeit eines Wellness-Bereiches.

Die Stadthäuser bilden die räumliche Begrenzungskante am Quartiersplatz. Die schmalere Achsbreite, der kubische Rhythmus und die steinerne Fassade verleihen diesem dritten Haustyp einen sehr urbanen Charakter. Zur Straße zeigen sie sich mit vorspringenden, verglasten Erkern einladend und städtebaulich prägnant. Das Stadthaus ist optional mit einer großen Wohnküche im Erdgeschoss und einem Wohnstudio-Bereich im Obergeschoss oder mit einer offenen Wohnebene im EG und gleichwertigen Individualräumen im OG ausgestattet. Das Bad erhält eine großzügige Verbindung zum Schlafbereich und eine geschützte Dachterrasse als zusätzlichen Freibereich. Die Energieversorgung aller KfW 40-Häuser erfolgt über Geothermie.

www.rhwarchitekten.de

Architekten: RHW Architekten www.rhwarchitekten.de Fotos: Jochen Stüber... mehr

Architekten:

RHW Architekten
www.rhwarchitekten.de

Fotos:

Jochen Stüber
www.objektfotografie-stueber.de