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Sanft gerundeter Glücksfall

Gelungenes Beispiel für Stadtreparatur

Mit dem Neubau eines Bürohauses an der Friedensallee 290 schufen die Architekten des Büros SEHW... mehr
Mit dem Neubau eines Bürohauses an der Friedensallee 290 schufen die Architekten des Büros SEHW eine überzeugende Lösung für die vom Bezirk gewünschte Neuordnung am nördlichen Eingangsbereich der S-Bahn Station Bahrenfeld. Ein spitzwinkliges, lange ungenutztes Grundstück an der Böschung des Bahndamms, die hier abgesenkte, stark befahrene Friedensallee und der Zugang zur S-Bahn Station in der Unterführung sowie direkt an das Grundstück anschließende neue und alte Wohnbebauungen lassen erahnen mit welchen Schwierigkeiten die Architekten konfrontiert waren. Dennoch schafften sie es, dass das Bauwerk nicht nur „besteht, sondern dem optischen Ende der Straße zu einem Glanzpunkt verhilft und Spaß am Fassadenspiel demonstriere“, wie es in der Laudatio zur Verleihung der Auszeichnung Bauwerk des Jahres 2010 vom Architekten- und Ingenieurverein Hamburg heißt. Das neue Gebäude reagiert mit einem geschickten Baukörper auf sein vielgestaltiges Umfeld. Ein schlichter Rechteckquader führt von der angrenzenden, neuen Wohnbebauung parallel zum Bahndamm über eine sanfte Wölbung entlang der Friedensallee zur ebenso sanft gerundeten Spitze an der Unterführung und gewinnt dadurch seine besondere Kraft. Die Fassade selbst nimmt diese Bewegung wieder auf und verändert ihr Gesicht: den Wohngebäuden gegenüber ist sie als Lochfassade ausgeführt, wechselt dann aber von der Rundung bis zur Spitze zu Fensterbändern, dies in den Geschossen jeweils versetzt und auch mit unterschiedlichen Höhen, zwei horizontale Gestaltungselemente setzen einen Kontrapunkt. Dieses gekonnte und bewegte Spiel mit den Fensteröffnungen gibt dem Gebäude trotz seiner Größe Leichtigkeit. Wie eine Haut überziehen viele kleinformatige, dunkelgraue Titanzinkplatten den Baukörper, sie wurden von den Handwerkern vor Ort durch Walzen perfekt der gebogenen Fassade angepaßt. Im lebhaften Kontrast zur dunklen Metallfassade steht der massive helle Backsteinsockel des Gebäudes, der nicht nur das Material der Wohnbauten aufnimmt, sondern durch die Weiterführung in die Böschungsmauern und Treppen die Schrägen und Höhenunterschiede ausgleicht, einen kleinen Vorplatz schafft und die verschieden Bereiche städtebaulich zu einer Einheit zusammenfasst.

www.sehw.de
Architekten SEHW www.sehw.de Fotos Dietmar Theis www.dietmartheis.com Andreas Fromm... mehr

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SEHW
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Fotos

Dietmar Theis
www.dietmartheis.com Andreas Fromm Fotograf
www.frommfotograf.de Jörg Seiler
www.seiler-fotografie.de