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Raffinierte Hülle

Vom Wohnen an einer sehr lauten Straße

In der Nähe der Hoheluftchausseebrücke in Eimsbüttel wurde vom Architekturbüro blauraum ein... mehr

In der Nähe der Hoheluftchausseebrücke in Eimsbüttel wurde vom Architekturbüro blauraum ein Wohn- und Geschäftshaus mit neun Mietwohnungen und zwei Gewerbeeinheiten fertiggestellt. Eine echte Herausforderung war hierbei der Umgang mit der stark frequentierten Hoheluftchaussee. Für die starke Lärmbelastung an der sechsspurigen Straße galt es eine Lösung zu finden, ohne dabei an Wohnqualität zu verlieren.

Das Gebäude setzt sich aus einem zentralen Massivkern zusammen, in dem sich auch die Erschließung der neun Wohnungen befindet. Die Gewerbeeinheiten wurden im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss geplant. Acht Wohnungen erstrecken sich jeweils über zwei Geschosse – lediglich das Dachgeschoss enthält eine große Wohnung mit Dachterrasse.

Der Fokus liegt auf dem ruhigen Wohnen zum Hof hinaus: Großzügige Fensterflächen schaffen hier optimale Lichtverhältnisse für Wohnräume und Küche. Die Grundrisse der Wohnungen wurden offen gestaltet und verfügen über zum Innenhof gelegene Südbalkone, die – versetzt angeordnet – den Bewohnern einen Aufenthalt im Freien und gleichzeitig ausreichend Privatsphäre bieten. Darüberhinaus gibt es die straßenseitige Loggia: Das sogenannte Laubenzimmer. So orientieren sich die Schlafzimmer zur Straße hin, die Wohnräume und Küchen liegen auf der Süd-West-Seite zum Innenhof. Die Bäder und Abstellräume bilden zusammen mit dem Treppenhauskern eine Funktionszone in der Mitte der Wohnungen. Das erste Obergeschoss ist als offene Büroeinheit mit Zugang zur Dachterrasse ausgebildet.

Durch die stark frequentierte Hoheluftchaussee mussten schallschutztechnische Anforderungen erfüllt werden. Deshalb entschieden sich die Architekten für eine zweite Fassadenebene, eine thermische Hülle, die in Form von Holz-Loggien als Erweiterung der dahinter liegenden Räume in den Außenraum gesehen werden kann. Die äußere Glasfassade – als Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgeführt – ist in einzelne Elemente unterteilt, jeweils in der Höhe der Geschosse und in der Breite der dahinter liegenden Räume. Jedes dieser Elemente ist um 1-2° in unterschiedliche Richtungen geneigt, um ein lebendiges Fassadenspiel zu generieren, das von der Straße aus sichtbar ist.

www.blauraum.eu

Architekten: Architekturbüro blauraum www.blauraum.eu Fotos: Werner Huthmacher mehr

Architekten:

Architekturbüro blauraum
www.blauraum.eu

Fotos:

Werner Huthmacher