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Perfekte Synthese

Japan und Hamburg verschmelzen in diesem grünen Paradies

Im Hamburger Westen am Geesthang der Elbe liegt dieses private Kleinod. Der Bauherr verfügte über... mehr
Im Hamburger Westen am Geesthang der Elbe liegt dieses private Kleinod. Der Bauherr verfügte über ein gut 3.000 m² großes Grundstück, das er in eine Gartenanlage im japanischen Stil verwandeln wollte, um seine Leidenschaft für Gärten, Zen und Japan auszuleben. Mit dem Landschaftsarchitekten Reiner Mertins und dem Architekten Charles de Picciotto fand er die richtigen Partner, um seine Ideen umzusetzen.

Von Anfang an war klare Maxime, auf die Symbolsprache, die die japanische Kultur bzw. Religion in der Gartengestaltung praktiziert, zu verzichten. Die Gestaltung erfolgte allein nach subjektivem ästhetischem Empfinden „im Stil japanischer Vorbilder“. Wichtig war allen auch, eine Verquickung mit der umgebenden Hamburger Natur herzustellen. Vorhandene Sichtbeziehungen wurden einbezogen, nordische Findlinge und speziell ausgewählte Objekte oder Materialien mit Hamburger Bezug verwendet.

Die Pflanzenwelt ist inspiriert von bestimmten Prinzipien der japanischen Gartenkunst. Kugelig oder wolkig geschnittene, immergrüne Gehölze wie Ilex und Azaleen stehen im Kontrast zu frei wachsenden Sträuchern und spiegeln z. B. das Karikomi (Schnittform). Niwaki beschreibt idealisierte Baum- und Strauchformen, die durch Unterstützung und Lenkung der natürlichen Wachstums- und Alterungsprozesse über Jahrzehnte entstehen. Drei solcher wertvollen, 60 Jahre alten japanischen Bonsai-Kiefern wurden importiert. Neben der Pflanzung eines Groß-Bonsais ergänzen malerische Blütengehölze, Stauden- und Gräserbereiche und flächendeckendes Moos die Gesamtkomposition. Im Zentrum des Gartens liegt der 500 m² große Teich mit zwei Inseln und einem Wasserfall am Rande eines felsigen Berghangs. Zwei Holzgebäude fügen sich hier perfekt in die Landschaft ein, auch sie bilden in ihrer Gestaltung eine Synthese aus japanischem und europäischem Gedankengut.

Was man nicht sieht, ist der enorme Aufwand, der nötig war, um dieses grüne Paradies entstehen zu lassen. Nirgendwo ist auch nur ein einziges technisches Bauteil sichtbar. Die perfekte Setzung der tonnenschweren Findlinge erfolgte vor Ort mit Hilfe eines Telekrans. Jedes Detail wurde im Prozess des Entstehens vollendet. Es hat sich gelohnt.

www.mertins-hamburg.de
www.depicciotto.de
Garten- und Landschaftsarchitekten: Mertins Landschaftsarchitektur www.mertins-hamburg.de... mehr

Garten- und Landschaftsarchitekten:

Mertins Landschaftsarchitektur
www.mertins-hamburg.de

Architekten:

Charles de Piccotto Architekt BDA
www.depicciotto.de

Fotos:

Klaus Frahm