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Optimierte Ausnutzung

Familiengerechte Wohnnutzung trotz enger baurechtlicher Grenzen

Die Bauherren beauftragten das Architekturbüro Dirk Michel direkt, denn sie kannten bereits aus... mehr

Die Bauherren beauftragten das Architekturbüro Dirk Michel direkt, denn sie kannten bereits aus ihrem Freundeskreis Wohnbauten, die durch das Büro realisiert worden waren. Da die Familie Nachwuchs erwartete, suchten sie ein neues Zuhause. An ihrem Wunschstandort Othmarschen fand sich nahe der Elbe ein Grundstück für einen Neubau über die Veräußerung eines Liegenschaftsgrundstückes der Stadt Hamburg. Die Lage war perfekt, aber leider war das Baurecht bezogen auf die Größe des Gebäudes sehr beschränkt. Lediglich knapp 100 m² Bruttogeschossfläche durften bei einer eingeschossigen Bauweise überbaut werden. In Verhandlung mit der Behörde konnte der Architekt immerhin eine Überschreitung der Terrassenfläche über die zulässige Gebäudefläche hinaus erreichen.

Um eine möglichst hohe Ausnutzung der erlaubten Baufläche zu ermöglichen, wurde das Kellergeschoss fast zur Gänze mit Wohnräumen geplant. Es wurde nur soweit in das Erdreich eingebunden, dass kein baurechtliches Vollgeschoss entstand. Außerdem wurde das Dachgeschoss in den Bereichen der Bäder konstruktiv mit einer lichten Raumhöhe von knapp unter 2,30 m geplant, wodurch auch diese Wohnbereiche bei der Berechnung der Flächen im Staffelgeschoss als nicht anrechenbar gelten. So wurde erreicht, dass das Staffelgeschoss mehr als drei Viertel des Erdgeschosses an nutzbarer Fläche aufweist.

Das Erdgeschoss wird über eine außenliegende Treppenanlage aus massiven Natursteinblöcken erreicht. Hier sind die Diele mit Garderobe, das Gäste-WC sowie die offen ineinander übergehende Bereiche Kochen, Essen und Wohnen angelegt. Eine Absenkung des Wohnraumes von ca. 40 cm zoniert die Bereiche und schafft durch die unterschiedlichen Raumhöhen eine angemessene Großzügigkeit. Im Dachgeschoss befinden sich zwei Kinderzimmer mit gemeinsamem Bad sowie das Elternschlafzimmer mit Bad und Sauna en suite. Im Souterrain war ursprünglich ein großzügig verglastes Spielzimmer sowie ein Gästezimmer und ein Fitnessraum untergebracht, beide mit Austritt in einen Lichthof. Mittlerweile gibt es vier Kinder in der Familie und das Haus wächst mit: Das Spiel- und das Gästezimmer sind heute Kinderzimmer. Alle Geschosse werden durch eine runde Treppe erschlossen, die von außen als Turm erkennbar ist. Neben dem Treppenturm ist der Hauseingang klar zweigeschossig ablesbar.

www.architektur-michel.de


Fotos:

Eduard Kaiser

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|19)