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Ohne Ecken und Kanten

Strahlend weißer Mineralwerkstoff ermöglicht fließende Formen und einladendes Ambiente

Die neue ADAC-Zentrale an der Amsinckstrasse wurde vom Architekturbüro Störmer Murphy and... mehr
Die neue ADAC-Zentrale an der Amsinckstrasse wurde vom Architekturbüro Störmer Murphy and Partners errichtet. Sie verfügt über moderne Büro-, Seminar- und Konferenzräume, drei KFZ-Prüfhallen, die ADAC-Autovermietung und eine Tiefgarage. Das Herzstück der Geschäftsstelle ist das gut 460 m² große Service- und Reisecenter. Hier herrscht statt staubiger Schalteratmosphäre stilvolles Lounge-Flair. Für die Gestaltung zeichnet das Bremer Büro Ninous Tatari Architects verantwortlich. „Wichtig war uns, ein einladendes Ambiente mit fließenden Formen zu schaffen – ganz ohne Ecken und Kanten“, erläutert Architektin Nada Radan.

Zwei organisch geformte Beratungsinseln gliedern den offenen Grundriss: So ist mittig das Reisecenter angesiedelt, welches in großzügigem Abstand von dem Servicebereich umschlossen wird. Der Clou dabei: Die raumgreifenden blütenweißen Tischplatten aus edel glänzendem Mineralwerkstoff schwingen sich seitlich empor und bilden integrierte Wand- und Schrankflächen aus. So entsteht der Eindruck in sich geschlossener Inseln, deren rückseitige Zugänge nur bei genauem Hinsehen zu erkennen sind. Akustikdeckensegel greifen die Form der beiden Counter auf und scheinen durch ihre umlaufenden Lichtvouten beinahe vor der vollflächigen Unterhangdecke zu schweben. Neben dem Mobiliar sind auch Wände und Decken beinahe vollständig in puristischem Weiß gehalten. Nur vereinzelte Farbtupfer in ADAC-Gelb und ein Lounge-Bereich mit bunten Stühlen setzen wohldosierte Akzente. Mitarbeiter und Kunden bringen zusätzlich Farbe in den Innenraum.

Bei der Wahl des Materials für die Tischskulpturen entschieden sich die Architekten und Innenausbauer ganz bewusst für einen seidenmatten Mineralwerkstoff und für Rosskopf + Partner als Verarbeitungsexperten. Denn aufgrund der thermoplastischen Verformbarkeit lassen sich mit Mineralwerkstoff auch ausgefallene 3D-Kreationen umsetzen. Damit später alles wie aus einem Guss erscheint, mussten die einzelnen Mineralwerkstoffteile millimetergenau zusammengefügt, verklebt und anschließend verschliffen werden. Dies geschah teilweise bereits im Werk – die finale Montage erfolgte dann vor Ort.

Die glatte, porenlose Oberfläche verleiht dem Verbundwerkstoff aus rund 75 Prozent natürlichen Mineralien sowie Acryl und Farbpigmenten nicht nur eine hochwertige Optik und angenehm warme Haptik, sondern ist darüber hinaus äußerst hygienisch und pflegeleicht: Schmutz lässt sich ganz einfach mit Wasser oder einem milden Reinigungsmittel entfernen. Sollten nach langem Gebrauch doch einmal kleine Abnutzungserscheinungen auftauchen, lassen sich diese mit Schleifpapier mühelos wegpolieren. Somit eignet sich Mineralwerkstoff ideal für den Einsatz in täglich beanspruchten Büro- und Arbeitswelten, die für Personal und Besucher lange attraktiv und einladend aussehen sollen.

www.ninoustatari.com
Architekten: NINOUS TATARI ARCHITECTS www.ninoustatari.com Fotos: Gil Schofeld, John... mehr

Architekten:

NINOUS TATARI ARCHITECTS
www.ninoustatari.com

Fotos:

Gil Schofeld, John Schofeld
www.schofeld.de