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Leicht und beschwingt

Der „Paulistano Chair“ von Paulo Mendes da Rocha ist ein Klassiker des brasilianischen Designs

Paulo Mendes da Rocha hat zahlreiche Preise für seine Architektur erhalten, darunter den Mies... mehr

Paulo Mendes da Rocha hat zahlreiche Preise für seine Architektur erhalten, darunter den Mies van der Rohe Preis für lateinamerikanische Architektur (2000) und den weltweit wichtigsten Preis überhaupt, den Pritzker Preis (2006). Er ist 1928 in Brazilien geboren und gilt als einer der wichtigsten Verteter der brutalistischen Avantgarde. Die Betonbauten der Brutalisten werden gerade in zahlreichen Blogs und großformatigen Coffeetable-Books wieder gefeiert. Der Fangemeinde sei das private Wohnhaus im brasiliansichen Dschungel von Mendes de la Rocha ans Herz gelegt. Es gibt kaum einen Bau, der die Schönheiten des Betons mehr verkörpert.

Der „Paulistano Athletic Club of Sao Paulo“, von Mendes da Rocha 1957 gebaut, gilt als Meisterwerk der modernen Architektur. Der Bau wirkt heute noch ungemein futuristisch. Für dessen Einrichtung hat der Architekt den Paulistano Chair entworfen. Der Stuhl fasziniert durch seine Einfachheit, Leichtigkeit und Eleganz. Der Rahmen ist aus einem circa fünf Meter langen gebogenem Stahlrohr gefertigt, welches nur an einem einzigen Punkt verschweißt ist. Die Sitzschale aus Echtleder umkleidet den Rahmen vollständig. Im Gegensatz zu den Freischwingern der europäischen Moderne wirkt der Paulistano weicher in den Formen und deshalb komfortabler. Der Stuhl entwickelt eine Anmutung, die an die zuckersüßen Rhythmen des Bossa Nova erinnert. Lange Zeit wurde der Paulistano nur in Kleinstserien hergestellt. Benoit Halbronn, Inhaber des auf brasilianische Designklassiker spezialisierten Pariser Labels „Objekto“, ist es zu verdanken, dass der Stuhl heute nicht mehr nur ein Sammlerstück ist. In Zusammenarbeit mit Paulo Mendes da Rocha hat Halbronn den Sessel wieder neu aufgelegt.

www.objekto.fr