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Ikone in neuem Licht

Raffinierte Reminiszenzen an Verner Pantons Gestaltung im ehemaligen Spiegel-Haus

Der jährlich vergebene Deutsche Lichtdesign-Preis möchte auf die zunehmende Bedeutung des... mehr

Der jährlich vergebene Deutsche Lichtdesign-Preis möchte auf die zunehmende Bedeutung des Lichtdesigns in der Architektur aufmerksam machen. In der Kategorie „Öffentliche Bereiche/Innenraum“ erhielt das Revitalisierungsprojekt „Hamburg Heights 1“ den Lichtdesign-Preis 2017. Für das Beleuchtungskonzept des denkmalgeschützten, früheren Spiegel-Hauses zeichnen die Lichtplaner Hauke Giesecke und sein Team von team licht verantwortlich.

Das 1969 von Werner Kallmorgen erbaute Spiegel-Hochhaus wurde von Winking Froh Architekten BDA für eine zeitgemäße Nutzung saniert. Blunck+Morgen Architekten entwickelten für den neuen Mieter, die Wirtschaftskanzlei Möhrle Happ Luther, das Gestaltungskonzept der Innenräume. Ein respektvoller Umgang mit der Bestandsarchitektur, punktuelle Reminiszenzen an die frühere Raumgestaltung und eine zeitgemäße Innenraumgestaltung bildeten dabei die Grundlage. Die ursprüngliche Innenarchitektur war eine der bedeutendsten Arbeiten des dänischen Architekten und Designers Verner Panton, berühmt für seine alles umfassenden Raumgestaltungen. Pantons farbenfrohe und spielerische Art stellte einen starken Kontrast zur schlichten und minimalistischen Architektur dar. Bis auf die Kantine waren im Laufe der Zeit nahezu alle von Panton geplanten Bereiche umgestaltet worden, die Kantine befindet sich seit 2012 im Museum für Kunst und Gewerbe.

Mit einem ausgeklügelten Beleuchtungskonzept unterstützt team licht die Innenarchitektur. Für eine normgerechte gleichmäßige Beleuchtung der Arbeitsplätze setzen die Lichtplaner freistehende LED-Stehleuchten mit innovativer Lichttechnik ein. In den Aufzugsvorräumen sind in einem runden Deckenversprung scheibenförmige Leuchtkörper eingelassen, deren indirekter Lichtanteil die an der früheren Farbgebung orientierte Geschossfarbe aufnimmt. Lineare Leuchtbänder, die partiell in sich gebogen sind, führen das Licht vom vorderen in den hinteren Bereich. Das Licht durchfließt quasi den Raum, wobei dieser Effekt durch die Spiegelung der Leuchtbänder in der Wandverkleidung verstärkt wird. Die Addition der Leuchtbänder erzeugt ein graphisches Muster, das durch Abpendelung zur dreidimensionalen Raumskulptur wird, ganz in Analogie zum Gestaltungsprinzip von Verner Panton.

Östlich zum Eingangsbereich liegt der Mitarbeiteraufenthaltsraum. Die Decke des gesamten Bereiches wird wie im Foyer mit abgehängten, geschwungenen Leuchtbändern gestaltet. Über der Bibliothek und den Sitzplätzen werden sie mit 140 verschiedenfarbigen Flowerpot-Lampen von Verner Panton ergänzt. Die Leuchte hing in Gruppen über den Esstischen der früheren Spiegelkantine, deren großformatiges Foto einen Dialog der Leuchten in ihrer früheren und heutigen Verwendung herstellt.

www.teamlicht.de

Architekten (Sanierung): Winking Froh Architekten BDA www.winking-froh.de... mehr

Architekten (Sanierung):

Winking Froh Architekten BDA
www.winking-froh.de

Innenarchitekten (Sanierung):

Blunck+Morgen Architekten
www.blunck-morgen.de

Beleuchtungskonzept:

team licht
www.teamlicht.de

Fotos:

Oliver Heinemann Photography
www.oliverheinemann.de