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Hommage an das alte Hamburg

Ein Kontorhaus an der Fleetinsel erstrahlt in neuem Glanz

Im Herzen des alten Hamburgs liegt die Fleetinsel. Dort, wo die Ellerntorsbrücke seit dem frühen... mehr

Im Herzen des alten Hamburgs liegt die Fleetinsel. Dort, wo die Ellerntorsbrücke seit dem frühen 17. Jahrhundert das noch ältere Herrengrabenfleet überspannt, liegt dieses gründerzeitliche Geschäftshaus, das nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs vereinfacht instand gesetzt, mehrfach umgebaut und nun grundlegend vom Büro Architektur Martin Hecht saniert wurde.

Um die Gebäudeansicht sowohl vom Fleet als auch von der Straße aus zu verbessern und die Kubatur zu harmonisieren, wurde das vorhandene Dach entfernt und ein zusätzliches Vollgeschoss mit eingesenktem Technikgeschoss errichtet. Die historische Fassadengliederung wurde mit einer Akzentuierung der Sockel-, Mittel- und Dachzone aufgegriffen. Um dem Charakter des ursprünglichen Kontorhauses gerecht zu werden, wurden in allen Bestandsgeschossen Raumproportionen und alte Deckenvouten wieder herausgearbeitet.

In der Sockelzone wurden Nord- und Westfassade großzügig im Fassadenraster geöffnet, um einen Schaufenstercharakter und einen großzügigen Zugang zum nun zweigeschossigen Entrée mit Galerie zu schaffen. Hier überlagern sich neu und alt. Der Einsatz von Bronze für Aufzug und Beschilderung, dunklem Holz für Verkleidungen und Handläufe, Glas und Spiegel zur optischen Vergrößerung sowie der Teppichläufer auf der historischen Treppe, Intarsien im Steinfußboden und ein moderner Kronleuchter vermitteln eine besondere Wertigkeit. Die Lagerräume in den beiden Kellergeschossen wurden zu großflächigen Büros umgebaut. Durch die Lage direkt am Fleet entsteht durch die Spiegelung der Wasseroberfläche in den Räumen eine besondere Lichtqualität.

Die neue Dachzone springt gegenüber der Bestandsfassade zurück und ist durch die umlaufende Glasfassade geprägt, die in der offenen Konferenzebene einen Rundumblick auf die Stadt ermöglicht. Über eine interne Massivholztreppe gelangt man in das sechste Obergeschoss mit vorliegender Dachterrasse. Hier wurden das Windrad und die Photovoltaik-Anlage eingebaut. Zum Abfangen der Windlasten waren aufwendige statische Maßnahmen erforderlich. Durch die besondere ethische Verpflichtung des Hauptnutzers gewannen Nachhaltigkeit und ökologische Bauweise an zusätzlicher Bedeutung. Sämtliche Baumaterialien mussten dem Standard der GLS Bank entsprechen.

www.architektur-hecht.de

Architekten: Architektur Martin Hecht www.architektur-hecht.de Fotos: Piet Niemann mehr

Architekten:

Architektur Martin Hecht
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Fotos:

Piet Niemann