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Goldfisch am Kanal

Historische und neue Bauten im Dialog im Harburger Binnenhafen

Der Harburger Binnenhafen mit der Schlossinsel als Keimzelle Harburgs zeigt sich heute als ein... mehr
Der Harburger Binnenhafen mit der Schlossinsel als Keimzelle Harburgs zeigt sich heute als ein kontrastreicher Ort mit denkmalgeschützten Gebäuden und neuer Architektur, Hafengewerbe und Hightech-Nutzung. Neben den im Rahmen der IBA entstandenen Wohnquartieren, den neu gestalteten öffentlichen Räumen am Wasser und dem Park auf der Schlossinsel belebt auch eine vielfältige Gastronomie diesen als technologieorientierten Bürostandort etablierten Bereich. Gerade diese Vielfalt, die hochwassersicheren Wasserlagen und das unverwechselbare Hafen- und Industrieambiente machen den besonderen Reiz des Harburger Binnenhafens aus.

Davon profitiert auch der „Goldfisch“. Das Bürogebäude von Trapez Architektur liegt zwischen Kaufhauskanal und Ziegelwiesenkanal, inmitten dreier historischer Gebäude, dem ältesten noch erhaltenen Hamburger Kaufhaus, der Lengemann-Villa und der alten Schmirgelfabrik. Der Neubau des Bauherrn HC Hagemann nimmt sich respektvoll in der historischen Straßenflucht etwas zurück und greift die Farbwelt seiner Nachbarn auf, zeigt sich dann aber selbstbewusst mit seiner matt golden schimmernden Fassade. Die Blechschindeln mit hochwertiger Kupfer-Aluminium-Zink-Legierung verleihen dem Gebäude einen hohen Wiedererkennungswert.

Auf der Ost- und Westseite sind in den Giebelfassaden Balkone in allen Geschossen integriert, das Erdgeschoss verfügt über eine großzügige, kanalseitige Außenterrasse. Über einem leicht abgesenkten Parkgeschoss wurden vier Etagen errichtet. Die Erschließung erfolgt von der Blohmstraße über ein großzügiges Foyer mit Zugang zu Treppenhaus und Aufzug. Pro Geschoss wurden zwei flexible Nutzungseinheiten von ca. 250 m² und ca. 400 m² mit jeweils eigenen Zugängen, Sanitärbereichen und Teeküchen geplant, die bei Bedarf auch als eine Einheit genutzt werden können. Einzel- oder Gruppenbüros sind genauso möglich wie Kombizonen.

Das Gebäude entspricht den hohen Standards der Energieeinsparverordnung und setzt auf regenerative Energien. Es verfügt über eine effiziente Brennwertheizung und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, die über eine nachgeschaltete Kältezentrale sommerliche Kühlung bietet. Sämtliche Flächen sind mit Heiz-Kühl-Deckensegeln ausgestattet, die im Niedertemperaturbereich arbeiten und durch den Nutzer individuell geregelt werden können. Diese Regelung erfolgt zusammen mit der Schaltung über ein BUS-System mit Bedienpanels in allen Büros. Auf raumlufttechnische Anlagen wurde zu Gunsten natürlicher Belüftung über zu öffnende Fenster verzichtet. Sämtliche Fenster sind dabei mit einer an die Ausrichtung angepassten Sonnenschutzverglasung ausgestattet.

www.trapez-architektur.de
Architekten: Trapez Architektur www.trapez-architektur.de Fotos: Archimage Meike Hansen... mehr

Architekten:

Trapez Architektur
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Fotos:

Archimage Meike Hansen
www.archimages.de