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Neue und alte Nachbarschaften profitieren voneinander

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In prominenter Lage in der Neustadt in Nachbarschaft zum Michel ist zwischen Neanderstraße, Hütten und Neuer Steinweg auf dem ehemaligen Haspa-Grundstück im Rahmen der gewünschten Verdichtung innerstädtischer Viertel ein neues, gemischt genutztes Quartier mit knapp 200 Wohneinheiten entstanden, das durch seine geschickte Einbindung in die bestehenden Nachbarschaften besticht. Bieling Architekten konnten den Wettbewerb für sich entscheiden.

Die städtebauliche Leitidee des Entwurfs der Wallhöfe schafft Lebensräume zum Wohnen und Arbeiten, im städtischen Sinne verknüpft und zu gegenseitigem Nutzen verbunden. Die Blockstruktur der Neustadt bestimmt die Entwurfsidee. Mäandernde Baukörper definieren Blockrand und Hof, ergänzen die vorhandene Bebauung und schaffen neue Raumfolgen. Dadurch entsteht ein System von unterschiedlich gestalteten, dem Wohnen zugeordneten Höfen, die überschaubare Einheiten bilden und trotz der Dichte die nötige Privatsphäre bieten. Das neue Entree zum Quartier bildet das in hellem Backstein gestaltete Hotel an der Ludwig-Erhard-Straße, das auch als Schallschutz für die dahinter liegende Wohnbebauung fungiert. Benachbart schließt sich ein Büro- und Geschäftsgebäude sowie ein Appartementhotel in dunklem Klinker an. Am Neuen Steinweg öffnen sich die straßenbegleitenden Gebäude zu einer Abfolge von grünen Höfen, um die sich die Wohngebäude unterschiedlicher Architektursprache gruppieren. Die Ausrichtung der Fassaden zu Straße oder Hof bestimmen den Wandel des Fassadenthemas: Die „härtere“ Schale aus Klinkern wendet sich zur Straße, die „weichere“, verputzte Schale zu den Höfen. Fußläufige Wegeverbindungen erschließen die Gebäudeteile und verbinden die Straßen- und Hofräume.

Die Fassaden bestimmen sich durch ihre Ausrichtung zu Straße oder Hof. Sie reagieren mit offenen und geschlossenen Flächen auf Blick- und Himmelsrichtungen und Gebäudehöhen des Bestandes. Die Konzeption der Gebäudegrundrisse berücksichtigt die Anforderungen aus Erschließung, Brandschutz und Realteilung. Innerhalb der Baukörper entwickeln sich dabei aus regelmäßigen Strukturen variable und qualitätsvolle Wohn- und Arbeitsräume mit vielfältigen Ausblicken, individueller Grundrissgestaltung und unterschiedlichem Freiraumbezug.

Die Gestaltung der Außenräume definiert sich aus der Wohnnutzung. Einfache, klar strukturierte Flächen lassen Raum für die Aneignung durch die Bewohner. Dabei entsteht eine Abfolge aus öffentlichem Straßenraum, Wohnstraße und Gartenhöfen, die jeweils durch einheitliche Beläge wie Pflaster, Platten oder Kiesflächen gekennzeichnet sind. Die Straßenräume sind von Baumreihen flankiert, die Höfe werden durch einen einzelnen Baum in einem Pflanzbeet dominiert. Die Flächen der Höfe sind von Belagstreifen aus Holz durchzogen, die sich zu frei verteilten Sitzbänken herausheben und besondere Spielflächen für Kinder anbieten.

www.bieling-architekten.de

Architekten: Bieling Architekten www.bieling-architekten.de Fotos: Carsten Brügmann... mehr

Architekten:

Bieling Architekten
www.bieling-architekten.de

Fotos:

Carsten Brügmann
www.carstenbruegmann.de