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Ein Gewinn für die City Süd

Ein neues Bürogebäude belebt die City Süd in Hammerbrook

Die City Süd wurde als Gegenstück zur City Nord schon Ende der 1970er-Jahre konzipiert und ist... mehr

Die City Süd wurde als Gegenstück zur City Nord schon Ende der 1970er-Jahre konzipiert und ist mittlerweile ein etablierter Bürostandort im ehemals komplett kriegszerstörten Stadtteil Hammerbrook, der einmal ein dicht besiedelter Arbeiterwohnstandort war. Durch die gezielte Errichtung neuer Wohngebäude, Hotelbauten und die Aufwertung der Wasserlagen an den Kanälen wandelt sich die City Süd zu einem dichten Mischquartier. Hier haben die ArchitektInnen von gmp · Gerkan, Marg und Partner das neue Europa Headquarter für Olympus fertiggestellt, das sich auf Medizintechnik konzentriert. Der neue Campus beherbergt auch das New-Work-Unternehmen Design Offices, das neben Coworking-Flächen im Erdgeschoss auch ein öffentliches Café sowie Tagungs- und Veranstaltungsflächen betreibt, die rund um die Uhr zugänglich sind und so zur Belebung des Quartiers beitragen.

Der Neubau erzeugt mit einer hanseatischen Backsteinfassade klare Stadträume am Heidenkampsweg und den anliegenden Straßen. Wo sich zuvor eine zergliederte Bebauung mit vorgelagerter Parkpalette befand, füllt das neue Volumen einen ganzen städtischen Block. Der Komplex aus drei sieben- bis elfgeschossigen Baukörpern geht auf Größe und Rhythmus der umgebenden Bebauung ein. Durch die Konzeption als Block entstehen vier begrünte Innenhöfe, in denen Außenplätze des Olympus-Betriebsrestaurants und Ruhezonen angesiedelt sind.

Die Haupteingänge des Headquarters an der Wendenstraße und am Heidenkampsweg führen in ein großes Foyer, das als überdachtes Atrium in den Campus übergeht. Über eine Freitreppe gelangt man auf die Ebene des Trainings- und Konferenzzentrums. Die innere Ordnung basiert auf insgesamt sieben Erschließungskernen, die gleichmäßig über den Bau verteilt sind. Es gibt klar definierte Bereiche für Büronutzung und Multi-Space-Räume mit einer Raumtiefe von 14,50 m, die zweiseitig belichtet sind. Die Tiefe der Nutzungseinheiten erlaubt die Gestaltung eines Dreibundsystems mit außenliegenden Büros und einer Mittelzone für Sonderfunktionen und Thinktanks. Den Büros sind jeweils Besprechungsbereiche und Kreativzonen zugeordnet, die sich in den sechs- und achtgeschossigen Zwischenbauten befinden. Bei der Konzeption und Ausführung wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Der Campus wurde als Niedrigenergiegebäude von der DGNB in Gold zertifiziert.

www.gmp.de

Fotos:

Marcus Bredt
www.marcusbredt.de

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|22)