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Das Slomanhaus am Baumwall

Ein hamburgischer Architekturschatz in neuem Glanz

Das seinerzeit größte Kontorhaus am Hafenrand wurde 1908/09 von Martin Haller und Hermann Geißler... mehr
Das seinerzeit größte Kontorhaus am Hafenrand wurde 1908/09 von Martin Haller und Hermann Geißler als Firmensitz für die Hamburger Reederei Rob. M. Sloman jr. errichtet. 1922 wurde es nach Entwürfen von Fritz Höger aufgestockt und um einen weiteren Gebäudeteil ergänzt. Die Architektur von Haller und Höger – zwei der bekanntesten Hamburger Architekten – veranschaulicht das Selbstverständnis der Sloman-Reederei als modernes und traditionsbewusstes Hamburger Unternehmen. Während die markante Backsteinfassade sich auf die benachbarte Speicherstadt bezieht und die Hauseingänge alt-hamburgische Bürgerhäuser zitieren, ermöglichte die moderne Eisenbeton-Konstruktion mit tragenden Außenwänden eine freie Einteilung der Etagen und die funktionale Ausstattung mit zeitgemäßer Technik.

Vor einigen Jahren wurde der unter Denkmalschutz stehende Gebäudekomplex im Innenbereich bei laufendem Betrieb vom Büro GRS Reimer Architekten komplett saniert und modernisiert, um den heutigen Anforderungen an Büro­flächen nachhaltig gerecht zu werden. Vor allem die Eingänge und Treppenhäuser wurden in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt saniert und restauriert.

Repräsentativ zeigt sich vor allem das Entrée am Baumwall im älteren Bauteil von Haller/Geißler. Die Wände der zweigeschossigen, sechseckigen Eingangshalle sind im unteren Bereich mit poliertem Marmor und dunkel gebeizten Holztüren, darüber mit seegrünen und weißen Kacheln (den Reederei-Farben) sowie Schmuckreliefs verkleidet. Durch ein Oberlicht mit Firmenflagge fällt Tageslicht.

Das Entrée am Steinhöft steht dazu in deutlichem Kontrast: hier zeigt sich der typisch expressive Dekorationsstil Fritz Högers mit Naturstein und Holz. Halle und Treppenhaus gehen ineinander über. Die dunkle Holzverkleidung der Wände, die Sitznische, die Pförtnerloge mit der zur Pünktlichkeit mahnenden Uhr, der Paternoster, das Holzwerk von Treppe und Geländer sowie die auffällige Holzarkade sind erhalten geblieben.

Im Zuge der Sanierung wurden die Treppenhäuser im 6. OG mit Glasgängen aufgestockt und die vertikale Erschließung verlängert, um die oberste Geschossebene direkt an die Treppenhäuser anzuschließen. In den Büros wurde die Haustechnik komplett erneuert. Für eine flexible Elektroinstallation wurde flächendeckend ein Hohlraumboden eingebaut. Die neuen Büroräume wurden durch den teilweisen Einbau flexibler Glastrennwandelemente hell und freundlich gestaltet. Die offene Tragstruktur der historischen Gebäudeteile ermöglichte einen flexiblen Ausbau mit zeitgemäßer technischer Ausstattung ganz nach den Wünschen und Bedürfnissen der Mieter.
www.grs-architekten.de
Architekten GRS Reimer Architekten www.grs-architekten.de Fotos Veit S. Müller... mehr

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GRS Reimer Architekten
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Veit S. Müller
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