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Bankgeschäfte in historischem Ambiente

Schweizer Privatbank beeindruckt durch elegant-zurückhaltende Innenarchitektur

In unmittelbarer Nähe zum Hamburger Rathaus befindet sich das geschichtsträchtige Sudanhaus, das... mehr
In unmittelbarer Nähe zum Hamburger Rathaus befindet sich das geschichtsträchtige Sudanhaus, das in der Zeit von 1906 bis 1911 entstanden ist. Da es in den Kriegsjahren schwer am Dach und im Innenbereich beschädigt wurde, erfolgte nach dem Krieg der Wiederaufbau, der jedoch recht lieblos war und den ursprünglichen Charme des Gebäudes mit seinem Turm auf der Ecke nicht wieder richtig in Szene setzen konnte. Vor einigen Jahren entschied man sich, dies zu ändern und das Sudanhaus wieder zu einem neuen Glanz zu verhelfen. Zu diesem Zweck entwickelten die verantwortlichen Architekten ein Konzept, das durch den Rückbau der zwei oberen Staffeln und dem gleichzeitigen Aufbau von drei Geschossen die ehemalige Kubatur wieder erreichen sollte.

Mittlerweile – nach eine Umbauphase von 14 Monaten – erstrahlt das Sudanhaus wieder in ganzer Pracht. Angefangen beim Erdgeschoss, das von außen durch die zweigeschossigen Fenster und im Inneren durch die von der Fassade zurückgezogene Galerie einen mondänen Charakter erhält, bis hin zum Eingang zu den Büroetagen, in dem die alten Stilelemente erhalten geblieben sind. In Kombination mit dem neuen weißen Treppenhaus, das mit schwarzen Granitböden und einem Handlauf aus Räuchereiche versehen ist, bilden sie einen spannenden Kontrast zu der vorzugsweise gradlinigen modernen Gestaltung. Dem im Treppenhaus beginnenden schwarz-weißen Farbkonzept begegnet man im Sudanhaus sowohl auf allen Büroetagen als auch in der Fassade mit weißen Putzfassaden, schwarzen Fensterprofilen und schwarzer Streckmetallfläche wieder.

Ein Mieter des Sudanhauses ist die Schweizer Privatbank Vontobel, die hinter dieser Streckmetallfassade hoch über den Dächern von Hamburg im 6. und 7. Stockwerk ihr Privatkundengeschäft betreibt. Dabei entspricht das elegante, Zurückhaltung ausdrückende Sudanhaus exakt der Philosophie des Bankhauses. Und auch das Farbkonzept des Sudanhauses stimmt mit der des Unternehmens überein. So findet sich in den oberen Geschossen eine komplett weiße Innengestaltung auf schwarzem Boden. Dank der Lichtvouten, die an den Decken das Traggerüst abzeichnen, ergibt sich eine interessante Deckengestaltung.

Insgesamt weisen die Räumlichkeiten der Privatbank eine elegant wertige Gestaltung auf, die eine transparente und zugleich private Atmosphäre erzeugt. So kann der Kunde nicht zuletzt auch dank der Streckenfassade eine angenehme Zurückgezogenheit bei gleichzeitig beeindruckender Aussicht auf Hamburg genießen. Das repräsentative Kundengeschoss ist mit sehr hochwertigen Materialien zurückhaltend und durchweg modern interpretiert. Auf einem Boden aus geölter Räuchereiche stehen ein braunschwarzer Lederkubus, der vollständig den inneren Kern verkleidet, sowie weiße Glaselemente. Durch das Leder entsteht eine angenehme Haptik der Wand. Zugleich wird die Akustik optimal gedämpft und durch das weiche Material mit matter Oberfläche ein spannender Kontrast zu den harten, glänzenden Oberflächen geschaffen. Die Türen zu den Abstellräumen, eine Garderobe sowie die Präsentationsregale sind so integriert, dass sie nicht wahrnehmbar sind. Doppelglas mit innen liegendem weißen Streckmetall verkleidet die Wände und die raumhohen Türen. Indem das komplette Möbilierungskonzept die Materialien der Innen- sowie Außengestaltung aufnimmt, konnte ein Gesamtkonzept aus einem Guss geschaffen werden.

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Architektur Martin Hecht
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Fotos

Mark Seelen
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