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Ausdrucksstarke Fassade

Die Eckbebauung interpretiert das gründerzeitliche Etagenhaus auf zeitgemäße Weise

Der städtebauliche Masterplan für das neue Quartier Mitte Altona sieht eine klassische, auf die... mehr

Der städtebauliche Masterplan für das neue Quartier Mitte Altona sieht eine klassische, auf die gründerzeitliche Bebauung der benachbarten Quartiere basierende Blockstruktur vor. Der Block 7 von Planwerkeins Architekten für die Hamburger Niederlassung des Wohnungsentwicklers Instone Real Estate liegt an der Ecke Domenica-Niehoff-Twiete und Eva-Rühmkorf-Straße und besteht aus zwei Gebäuden. Sie gliedern den nordwestlichen Blockrand zum Quartiersplatz durch in die Horizontale und Vertikale vor- und rückspringende Gebäudeteile.

Die Betonung der Vertikalen durch die siebengeschossige Ecküberhöhung wird durch horizontal wirksame Eingriffe weiterentwickelt: Das Staffelgeschoss klappt an der Nordseite diagonal nach innen und schafft einen perspektivisch fließenden Übergang zum sechsgeschossigen Nachbarn. Nach Südwesten hin bildet eine eingeschnittene Dachterrasse eine Fuge ab dem 4. Obergeschoss und staffelt so den Übergang zu den benachbarten Traufhöhen. Ein zweigeschossiger Rücksprung im Sockelbereich schafft eine akzentuierende Auskragung, die zusammen mit dem Attikageschoss den Baukörper auf klassische Weise gliedert und die Eingangssituation betont. Die Fassade zur Straße zeigt Dünnformat-Klinker von Janinhoff in zwei unterschiedlichen Grautönen, die einen stimmigen Kontrast zu den bronzefarbenen Fenstern bilden. Jede zweite Steinlage springt reliefartig hervor und erzeugt ein plastisches Licht- und Schattenspiel. Abgeschrägte Laibungen betonen zum einen die Hauseingänge sowie zum anderen einige der horizontal versetzt zueinander angeordneten Fenster. In seiner Gesamtheit entsteht ein aufgelockerter Baukörper als Gegengewicht zur städtebaulichen Strenge der Gesamtanlage.

Jedes Gebäude hat einen eigenen Eingang, der an den Straßenseiten direkt an den Gehweg anschließt. Auf der Nordostseite an der Grenze zum Nachbarn liegt die Zufahrt zur Tiefgarage, die von insgesamt vier Gebäuden gemeinschaftlich genutzt wird. Die Erschließung beider Gebäude sowie des Innenhofes erfolgt barrierefrei jeweils über ein Treppenhaus mit Aufzug und ist als Zweispänner über sechs bzw. sieben Geschosse organisiert. Das Erdgeschoss ist erhöht als Hochparterre ausgeführt und bietet somit die gebotene Privatheit zum öffentlichen Gehweg. Jede der insgesamt 25 Wohnungen verfügt über einen Balkon oder eine (Dach-)Terrasse. Die hellen Putzfassaden zum begrünten Innenhof sind in einem sanften, dem Klinker angepassten Grauton gehalten. Die Balkonbrüstungen zur Straße sind teilweise verglast oder opak ausgeführt und zum Innenhof mit einem Stabgeländer ausgestattet. Der landschaftsarchitektonisch gestaltete Innenhof bietet neben privaten Terrassen auch Bereiche für Kinderspiel und Freizeit sowie Grünflächen zur Erholung.

www.planwerkeins.de


Fotos:

Rolf Otzipka
www.picdrop.com

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|20)

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