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Alt und neu vereint

Vom Krankenhaus zum Kunst- und Mediencampus

Der Kunst- und Mediencampus Finkenau für rund 2.000 Studierende ist Teil der Neuordnung des... mehr
Der Kunst- und Mediencampus Finkenau für rund 2.000 Studierende ist Teil der Neuordnung des Gebietes zwischen Eilbekkanal und Oberaltenallee rund um die ehemalige Finkenau-Klinik und dem alten Pflegen&Wohnen-Gelände. Gerber Architekten gewannen den Realisierungswettbewerb und wurden daraufhin mit den Planungsleistungen beauftragt. Der Campus erstreckt sich mit einer zeitgemäßen Architektur und den für Hamburg typischen Materialien, Ziegel und Glas, auf einer Nutzfläche von 4.200 m2. Trotz bewusster formaler Abgrenzung zur Architektursprache der benachbarten ehemaligen Finkenau-Klinik von Fritz Schumacher, werden durch die Materialwahl eines rotbraunen Klinkers Alt und Neu zu einer Gesamteinheit verbunden – die gewünschte Dominanz des Altbaus bleibt erhalten.

Der Campusblock der Finkenau wird stadträumlich geordnet und das gesamte Areal des ehemaligen Klinikgeländes als in sich abgeschlossener Campus vollendet. Ein flacher, eingeschossiger Sockelbaukörper entlang der Uferstraße fasst das Gebiet hofseitig und nutzt den Höhenversprung, um auf dem Sockel eine großzügige öffentliche Caféterrasse mit Blick auf den Grünzug entlang des Eilbekkanals und in den Campushof anzubieten. Diese Freiterrasse ist uferseitig über eine Rampenanlage und hofseitig über eine breite Treppe erschlossen. Der Sockel beherbergt eine Gemeinschaftsmensa. Ein Durchgang ermöglicht den Zugang von der Uferstraße zum Campus Finkenau.

Die Sockelzone wird von einem dreigeschossigen Baukörper überragt, der den Campus zum neuen Wohnquartier im Osten hin abschließt. Er umfasst eine Bibliothek, Lehr- und Arbeitsräume mit Ton-, Licht- und Videostudios mit hohen Anforderungen an die Bau- und Raumakustik sowie Computer-Pools. Die Bibliothek umschließt ein Atrium und ist als offener Gesamtraum erlebbar. Mit ihrer großzügigen Verglasung ist eine helle, freundliche Atmosphäre mit Ausblick zum Wasser und auf den historischen Baubestand entstanden.

Beide Volumen sind voneinander abgelöst. In diesem durch eine „transparente Fuge“ gebildeten Raum befinden sich ein Foyer, ein Café und Ausstellungsflächen. Sie sind Orte der Begegnung und der Kommunikation. Die Obergeschosse sind über ein großzügiges, helles Atrium mit dem Foyer verbunden, unterstreichen auch in der Vertikalen den öffentlichen Charakter des Hauses.

www.gerberarchitekten.de
Architekten: Gerber Architekten www.gerberarchitekten.de Fotos: HGEsch www.hgesch.de mehr

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Gerber Architekten
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