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Schönhof-Viertel: Wettbewerb zum Baufeld F entschieden

Auf dem Baufeld F des Schönhof-Viertels entstehen geförderte und frei finanzierte Wohnungen sowie eine Kita

Eine weitere Entscheidung für die architektonische Qualität und Vielfalt des Schönhof-Viertels ist getroffen: Eine Expertenjury entschied sich im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung für den Entwurf des Frankfurter Büros Scharnberger.

Das Baufeld F im Schönhof-Viertel liegt zwischen nördlichem Quartierspark und Bahntrasse. Mit einer Gesamtfläche von circa 11.700 Quadratmetern gliedert es sich in die Einzelbaufelder F1, F2 und F3, wo eine Wohnbebauung mit einer Bruttogeschossfläche von insgesamt circa 30.000 Quadratmetern in Form von Ein- bis Vierzimmerwohnungen entstehen soll. Die Aufgabenstellung des Wettbewerbs umfasste die Entwicklung von attraktiven Wohngebäuden unter Einbeziehung der Außenanlagen zu einer qualitativ hochwertigen Wohnlage.

„Das Schönhof-Viertel nimmt immer mehr Gestalt an. Es hat sich bewährt, dass wir die Architektur der einzelnen Baufelder im Rahmen verschiedener konkurrierender Verfahren entwerfen lassen. Damit entsteht ein vielfältiges Quartier mit unterschiedlichen Gebäuden. Südlich des neuen Parks werden über 400 neue Wohnungen gebaut, davon werden über 120 gefördert und zu Preisen zwischen 5,50 und 10,50 Euro angeboten. Eine besondere Herausforderung war der Umgang mit der Bahntrasse. Die neuen Wohnungen sind so angeordnet, dass alle einen Blick auf den neuen Park oder einen Balkon zum ruhigen und begrünten Innenhof haben“, sagt Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef zum Siegerentwurf.

Zwei Drittel der Neubauten sollen darin als geschlossene Blockrandbebauung mit Loggien und Balkonen umgesetzt werden, die sich mit zwei Fugen zum Quartierspark hin öffnen. Somit entstehen begrünte Höfe, die zur Parkfläche hinüberführen. Die Baukörper sind als Einzelhäuser mit differenzierter Höherentwicklung und Fassadengestaltung geplant. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) setzt auf dem Baufeld F2 bezahlbare Mietwohnungen um, von denen 30 Prozent gefördert sein werden. „Der Siegerentwurf zeigt, dass ein nachhaltiges Quartier nicht nur bezahlbar, sondern auch attraktiv und lebenswert sein kann“, freut sich NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal. Für das Schönhof-Viertel wird eine Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Gold angestrebt.

Ebenfalls nach dem Entwurf des Büros Scharnberger wird der bundesweit tätige Wohnentwickler Instone Real Estate attraktiven Wohnraum auf dem Baufeld F3 entwickeln. Außerdem entsteht im Erdgeschoss eine viergruppige Kita für Kinder unter und über drei Jahren. Ralf Werner, COO Rhein-Main Instone Real Estate: „Die Aufgabenstellung des Architekturwettbewerbs wurde mit dem Siegerentwurf vollumfassend erfüllt. Er überzeugt durch eine hohe Wohn- und Aufenthaltsqualität für die zukünftigen Bewohner und setzt gleichzeitig den ganzheitlichen Quartiersgedanken hervorragend um.“

Für das Baufeld F1 führt die NHW derzeit einen internen Wettbewerb durch. Hier sollen Mietwohnungen mit einem Förderanteil von circa 60 Prozent entstehen.

Der Wettbewerb

Zur Mehrfachbeauftragung um das Baufeld F waren drei renommierte Büros aus Frankfurt eingeladen: Scharnberger Architekten, Mäckler Architekten GmbH sowie Menges Scheffler Architekten. Alle Beiträge wurden von einer Jury aus Fachpreisrichtern und Preisrichtern nach ihrer städtebaulichen Konzeption, ihrer Funktionalität, ihrer gestalterischen Qualität sowie ihrer Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit beurteilt. Als Fachpreisrichter wurden die Architekturprofessoren Jo Eisele aus Darmstadt und Rolf Egon Westerheide aus Aachen berufen.

Das Schönhof-Viertel

Mit dem Schönhof-Viertel entwickeln die beiden Projektpartner Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) und Instone Real Estate bis 2024 ein neues Frankfurter Stadtquartier. Rund 2.000 Wohnungen werden auf dem Areal in Frankfurt-Bockenheim entstehen; hinzu kommen eine Hybrid-Grundschule mit Sporthalle, fünf Kitas sowie Einzelhandels- und Gewerbeflächen. Insgesamt sind 30 Prozent aller Wohnungen und circa 45 Prozent der NHW-Wohnungen gefördert – überwiegend nach dem ersten und zweiten Förderweg. Zentrum des neuen Viertels ist der Quartiersplatz, der die Wohnquartiere im Osten und im Westen verbindet. Eine 28.000 Quadratmeter große Parkanlage wird sich künftig wie ein grünes Band inmitten der Bebauung durch das ganze Viertel ziehen.

www.schönhof-viertel.de